318 Geschichte der Krenzzüge« Buch VIII. Kap. X.
^' 252 ? tiochien damals von den Turkomanen, welche zn Casareasich festgesetzt hatten, so heftig bedrängt wurde, daß sie inder Gefahr schwebte, gänzlich von ihren Einwohnern ver-lassen zn werden^); Ludwig vermittelte also diesen Streit,und der Fürst Boemund begab sich sofort nach Antiochien,wo er ungeachtet seiner Jugend mit Wachsamkeit und Un-erschrockenheit der Vertheidigung seines Fürstenthums sichunterwand. Unter den Begleitern, mit welchen der jungeFürst nach Joppe kam, erweckten besonders.die Aufmerksam-keit der Kreuzfahrer dreh Brüder, fahrende Spielleute ausGroßarmeuien die nach Jerusalem zu wallfahrten^ge-dachten ; und durch die Töne ihrer gekrümmten Hörner, auswelchen sie.die lieblichsten Wohlklange hervorbrüchten, wur-den die französischen -Pilger eben so sehr entzückt alsmit Erstaunen erfüllt über die Gewandtheit dieser Fremd-linge in künstlichen und gefährlichen Sprüngen/-
Nach einiger Zeit wurde dem Könige Ludwig gemeldet,daß der Sultan von Damascus sehr geneigt wäre, ihmsicheres Geleit nach Jerusalem, zur Vollbringung der Wall-fahrt an das heilige Grab, zu gewähren; es waren aberdie Barone und Ritter, als sie sich versammelt hatten, umdiesen Vorschlag in -Erwägung zu ziehen, alle der Meinung,daß es für Len König um so weniger rakhsam wäre, sichin eine solche Gefahr zu begeben, als durch diese Pilger-fahrt der Nutzen des heiligen Landes in keiner Weise beför-
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Eben so naio drückt sich Joiiwille überden wunderbaren Sprung auö, wel»chen diese Minsirels auSführten.i.