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Ludwig IX. zu Joppe.
dessen beyden Brüdern und sechs andern Rittern aus Frank-reich im Lager von Joppe eintraf. Ludwig gab dem jun-gen Grafen die Ritterwürde und nahm sämmtliche zehnRitter in seinen Dienst. Bald darauf erschien der sechszehn-jährige Fürst Woemund der Sechste von Antiochien undTripolis mit seiner Mutter Lucia und erhielt mit gro-ßer Feyerlichkeit das Ritterschwert ebenfalls aus den Händendes Königs Ludwig, worauf er mit Genehmigung desselben,zur Erinnerung an diese ihm gewahrte Gunst, ein neuesWappen annahm, welches aus dem ehemaligen rothen antio-chischen Schilde und dem königlichen französischen Wappengeviertet war. Der Fürst, ein Jüngling von großem Ver-stände^'), kam eigentlich in der Absicht, in dem Streite,welcher zwischen ihm und seiner Mutter obwaltete, die Ver-mittelung des Königs von Frankreich sich zu erwirken, under trug, als der König ihm in Gegenwart seiner MutterGehör bewilligte, seine Sache mit vieler Offenheit und Ge-wandtheit vor. „Es ist wahr," sprach der junge Fürst,„daß ich noch vier Jahre unter der Vormundschaft meinerMutter stehen muß, es ist aber nicht recht, daß sie dieStadt Antiochien vernachlässigt und dem Verfall preis giebt.Darum gehl meine Bitte dahin, daß ihr meine Mutter be-wegen möget, mir Antiochien zu meinem Sitze mit hinläng-lichen Einkünften anzuweisen; denn so ich bcy ihr in Tri-polis bleiben soll, so kann auch dieses nicht ohne großeKosten geschehen, und diese Kosten werden ohne Nutzen ver-schwendet." Der König Ludwig nahm auf diese Bitte desjungen Fürsten um so mehr Rücksicht, da die Stadt An-
2o) loiaviNe x. log. IMxo Nla-xon x. vzZ. IVI.iri». Lair. x. 22o.Lucia war die Tochrer des römischenGrafe» Paul, und ibr Bruder war
Bischof von Tripolis. Ducange ,uIoinvillc x. gz.
Li) Ongues si ssxe eir/aut ne vi.
soiirv. a. a. O.
Z. Clir1252.