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306 Geschichte der Kreuzznge. Buch VIII. Kap. IX.
lichen Serjanten welcher an einem Ritter seiner Scharsich thätlich vergriffen hatte; denn der König gab zur Ant-wort, daß diese Klage nicht von Belang wäre, weil derSerjant de» Ritter nur gestoßen hätte. Als aber Joiuvilleerklärte, daß er nicht im königlichen Dienste bleiben wurde,wenn die Serjanten ungestraft die Ritter schlagen dürften,so erlangte er sein Recht; und der angeklagte Serjant kamnnbcschuht, ohne andere Kleidung als seine Beinkleider undein entblößtes Schwert tragend in die Herberge des Sene-schalls, kniete vor dem Ritter, welchen er beleidigt hatte,nieder und sprach: „Gnädiger Herr, ich bitte euch deshalbum Verzeihung, daß ich Hand an euch gelegt habe, undich überreiche euch dieses Schwert, damit ihr die Hand mirabhauen möget, so es euch gefällt." Der beleidigte Rittergewährte dem Serjanten auf die Fürbitte des SeneschallsVerzeihung
Nicht lange hernach gerietst der König Ludwig selbst inMißhelligkeiten mit den Templern, welche ihren MarschallHugo von Joy nach Damaskus gesandt und durch dessenVermittelung mit dem Sultan Malek aunaser einen Ver-trag über die Theilung eines bedeutenden Landstrichs ge-schlossen hatten. Obgleich die Zustimmung des Königs vonFrankreich ausdrücklich Vorbehalten war, so nahm Ludwiges doch sehr übel, daß die Templer ohne sein Vorwissendiesen Vertrag verabredet hatten, und daß der Meister derTempler ihm die Bestimmungen desselben nicht eher mit-theilte, als nachdem der Marschall Hugo mit einem damas-cenischen Emire, welcher die von dem Sultan vollzogeneUrkunde überbrachte, nach Cäsarea zurückgekchrt war. DerKönig forderte deshalb Gennglhnung, welche auf folgende
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