Ludwig IX. zu Casarea.
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Da die Ritter solcher Sittenlosigkeit sich ergaben, so ließ^-ArJoinville, um von sich jeden Verdacht der Unkcuschheit sernzu halten, in seinem Zelte sein Bette also stellen, daß jeder,welcher in das Zelt trat, ihn sehen konnte, wie er schlief,und diese Anordnung behielt er bey, so lange er mit demKönige Ludwig im heiligen Lande blieb ^). Nicht langenach diesem Vorfälle wurden die Ritter der Schar des Se-ueschalls Ioiuville auf der Gasellenjagd von den Hospitali-tern überfallen, geschlagen und vertrieben. Als Ioiuvilledeshalb bey dem Meister des Hospitals Klage erhob, sowurden die Ritter, welche diesen Unfug begangen hakten,verurthcilt, so lange auf ihren Mänteln sitzend und nicht aneinem hohen Tische zu speisen, bis die Beleidigten sich be-friedigt erklären würden. Nachdem sie einige Zeit diese Be-schimpfung ertragen hatten, so begab sich Joinville zu demMeister und legte Fürbitte für jene Ritter ein; der Meisteraber gab zur Antwort, daß die bisherige Dauer der Strafenicht genügte, weil cs nicht geduldet werden könnte, daß dieHospitaliter gegen diejenigen, welche als Pilger nach demheiligen Lande kamen, Unbill und Gewaltthätigkeit übten;und die Fürbitte des Seneschalls fand nicht eher Gehör, alsbis er sich zu den büßenden Ordensbrüdern setzte, mit ihnenaß und erklärte, er würde nicht eher aufstehen, als bis denBrüdern ebenfalls erlaubt würde, sich zu erheben. Dannspeisten Joinville und seine Ritter bey dem Meister des Ho-spitals, und jene Brüder, nachdem ibre Buße für beendigterklärt war, begaben sich zu den übrigen Brüdern ihresOrdens und aßen mit denselben an einem hohen Tische^).
Nicht so bereitwillig war der König selbst. Recht zu üben,da der Seneschall Joinville Klage führte über einen könig-
2 Z) Joinville p. io5.
26) Joinville p. ro6.
VII. Bcmr. u