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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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294 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. IX.

der Nacht durch die Flucht, und die hohe Schule vonOrleans wurde völlig aufgelöst. Dieser Frevel blieb jedochnicht ohne schlimme Folgen für den Kreuzprediger und seineblutdürstigen Anhänger. Der Bischof von Orleans sprachüber die Stadt das Jnterdict aus, weil die Bürgerschaftder Ruchlosigkeit der Kreuzfahrer nicht nur freyen Lauf ge-lassen, sondern sogar behülflich gewesen war; die KöniginBlanca entzog dem Kreuzprediger Jakob und seinem An-hänge ihren Schutz, indem sie gestand, daß sie in ihrerMeynung von der frommen und einfältigen Begeisterungdieser neuen Kreuzfahrer für die Sache des heiligen Grabessich getäuscht hätte, und die französischen Bischöfe verkün-digten wider die ruchlosen Priestermörder und deren Genos-sen den kirchlichen Bann. Noch che dieser Spruch überallbekannt war, zog der ungarische Meister mit seinem Heerenach der Stadt Bonrges, deren Thore ihm ungeachtet desVerbotes, welches der dortige Erzbischof erlassen hatte, vonden Bürgern geöffnet wurden; und auch in dieser Stadtüberließen sich die Kreuzfahrer ihrem Ungestüme, indem siedie dortigen Juden ausplünderten und deren Bücher ver-brannten. Mittlerweile brachte der von den französischenBischöfen verkündigte Bann die erwartete Wirkung hervor,viele irregeleitete Kreuzfahrer gingen in sich und sagten sichlos von ihren ruchlosen Genossen, alle rechtschaffene Christenverabscheuten die Gemeinschaft mit den gebannten Pricster-mördcrn, und als der Meister Jakob, nachdem er von Vour-ges abgezogen war, zwischen Mortemar und Villeneuve amFlusse Cher von einem Manne aus Bourges, welcher be-merkte, daß die vorgeblichen Wunder des Kreuzprcdjgersnichts als Gaukeley waren, erschlagen wurde, so zerstreutesich das ganze schwärmerische Heer. Ein Theil desselben er-schien vor der Stadt Bordeaux und bat um Aufnahme,