274 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. VIII.
2-Ehr. selbst Schiffe segclfertig mache»; er überzeugte sich aber bald,daß die ägyptischen Emire nicht so gewissenhaft waren, alser gehofft hatte, indem von zwölf Tausend gefangenen Chri-sten, welche früher und spater in die Gewalt der Saraeenengefallen waren, nicht mehr als vierhundert, zum Theil nurgegen Bezahlung eines Lösegcldes, entlassen^), andere Ge-fangene aber, wie diejenigen, welche zurückkamen, meldeten,entweder zur Verläugnuug ihres Glaubens gezwungen, oder,wenn sie als tapfere Streiter des Heilandes Drohungen undMarter mit unerschütterlicher Standhaftigkeit ertrugen, er-würgt wurden. Die Zurückgabe der Kriegsmaschinen undVorrätho, welche der König in Damiette zurückgelassen hatte,wurde gänzlich verweigert. Unter solchen Umstanden hieltLudwig es um so mehr für dringend nothtvendig, seinenAufenthalt in Ptolemais zu verlängern, als das feindseligeVerhältnis;, welches zwischen den syrischen Saraeenen undden ägyptischen Emiren eingetreten war, ihm die Hoffnunggewahrte, nicht nur die Entlassung der gefangenen Christenerwirken, sondern auch auf andere Weise dem heiligen Landenützliche Dienste leisten zu können; und diese Ueberzengungwurde nicht geändert durch die Gründe, mit welchen dergrößte Theil seiner Barone die Meinung unterstützte, daßbaldige Rückkehr in die Heimath den obwaltenden Umstän-den angemessener wäre"). Der König sandte jedoch imMonate August des Jahrs 12^0 seine beyden Brüder, dieGrafen Carl von Aujou und Alfons von Postlers, und
sg) Lpistola 8. laulovici I>. 4ZI.Es ist also nicht richtig, wenn Mat-thäus Paris, nachdem er berichtet hat,daß Vie christliche Besatzung von Da-mietle, als sie abzog, von Len Sam-tenen, welche auf Bergen und inLhälern im Hinterhalte lagen, zum
Theil gelobtet wurde, hinzufngt! va-
cilcr reslituedaukur, wenn sich nichtetwa diese Worte blos auf die Be-freiung des Königs und der Baronebeziehen.
sg) Lxiktota 8. laiäovici p. gzo, 4 Zl.