252 Geschichte der Krouzzügc. Buch VIII. Kap. VII.
2-^>r.mid wir werden euch die Schlüssel überantworten lassen."Der Marschall ertheilte hierauf dem Schatzmeister den Be-fehl, dem Seneschall Joinville die Schlüssel zu überliefern,und der Schatzmeister wurde nicht wenig verlegen, als ergewahr wurde, daß er einem so vornehmen Ritter so geringeAufmerksamkeit bewiesen hatte. Joinville nahm hierauf ausdem Geldkastcn, welchen er als ein Cigenthum des königli-chen Serjanteu Nikolaus von Choisi erkannte, das Geld,dessen er bedurfte, brachte es mit Hülfe seiner Begleiterauf die Galee, mit welcher er gekommen war*"), eilte zudem Könige-und wurde von demselben mit großer Freudeempfangen. ,
ck Wahrend Ludwig auf der genuesischen Galee die Be-endigung der Verhandlungen mit den Saracenen abwartete,sandte er den Bruder Nadnlph des Predigerordens an denEmir Oktal und ließ über die Frevel, welche 'von den Sa-racenen in Damiette verübt waren, Klage führen; der Emirrielh aber wohlmeinend dem Könige, seinen Unwillen solange, als er noch im Bereiche der Muselmänner wäre, zuunterdrücken, und seine Beschwerde erst nach seiner Ankunftin Ptolemais, zu erneuern ^). I,, eben dieser Zeit kam
ein wohlgeklcideter Saracene auf die genuesische Galee undüberreichte dem Könige mit einer Anrede in französischerSprache als Geschenk einen Topf mit geronnener Milch
83 ? „Man brachte mich," sagt Jo-inville la. a. O.), „ans daS Vorder-iheil des Schiffes, auf welchem ichgekommen war. Den Marschall vonFrankreich lies, ich bcl> dem Gclde,und den Pricsicr I-ucnirne) der Dren-cinigkeit siellrc ich.auf die Galee.ld. i.die inv5lrv xakic, oder das Schiff desErosimeisicrS, auf welchem sich derSchao des Ordcnü.befand), der Mac-
schall reichte das Geld dem Priesier,und dieser reichte cS mir auf dasSchiff, auf welchem ich war." NachMatthäus Paris sack a. iazo. >>. 79g)borgte Ludwig zur Bezahlung desLösegeldeS Geld nicht nur von denTemplern, sondern auch von den Ho:spiialitern, Pisancrn und Genuesen!.
g6) toiuvillo. 84, 85-