250 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. VII.
Graf von Poiriers die Freyheit erhalten haben würde, undder Senefchall und viele andere Barone und Ritter wichennicht von ihrem Herrn und thcilten mit demselben alle fer-neren Sorgen und Gefahren.
7.8.M<n Der Sonnabend und Sonntag nach der Freylassung desKönigs und der Barone wurden vom Morgen bis zum Abendeangewandt zur Zusammenbringung deS Lösegeldes, welchesin einzelnen Summen, jede von zehn Tausend Livres, ab-gewogen wurde 22 ). Am Abende des Sonntags aber erhieltder König die Meldung, daß wohl dreyßig Tausend Livresan der Summe der zweyhundert Tausend, welche in die-ser ersten Zahlung den Saracenen überliefert werden sollte,inaiigeltcn. Der Seneschall Joinville, welcher mit demGrasen von Anjou, dem Marschall von Frankreich undeinem Priester des Ordens der Dreycinigkcir bey dem Königesich befand, wahrend die übrigen Barone mit der Zusam-meubringuug und Abwägung deS Gelbes beschäftigt waren,wußte indeß einen guten Rath in dieser Verlegenheit zugeben, indem er dem Könige vorschlug, den Komthur undden Marschall der Templer, welche nach dem Tode des Groß-meisters die Angelegenheiten ihres Ordens besorgten, rufenzu lassen und von ihnen ein Darlehn von dreyßig TausendLivres zu fordern. Da Ludwig diesen Vorschlag sehr an-nehmlich fand, so beauftragte er den Seneschall, den Temp-lern solche Forderung zu eröffnen. Die Templer abermachten große Schwierigkeiten, indem der Komthur Stephanvon Otricourt einwandte, daß den Beamten der Templerdie Vesugniß nicht zustande, ohne Vorwissen und Zustimmungihrer Mitbrüder über den Schatz des Ordens zu verfügen^).
82) Oll les Ilkiiaii. L 1kl 1-alaneo et. valoit. clikiseuue IrLlance äix wrllelivrcs. loinviUe x. go.
85 ) 8ire, sagte der Komlliur zuJoinville, eo conscil vorig do-nee n'eet ne 1>on ne resonnLlrle;