Besorgnisse der gefangenen Kreuzfahrer. 237
sucht Eenugthuung verschaffte, daß er mit seinem Schwerte'den Leib des entseelten Sultans spaltete und das Herz aus-r!ß Zwey Tage lag der mißhandelte Leichnam desunglücklichen Fürsten unbegraben am Ufer des Flusses, undder Botschafter des Chalifen erwirkte nur mit Mühe einigenmitleidigen Fakirs die Erlaubniß, ihn zur Erde zu bestat-ten Selbst die arabischen Geschichtschreiber berichtendiese schaudervolle Ermordung des jugendlichen Sultans ohnegroße Theilnahme und betrachten sie als ein göttliches Straf-gericht, durch welches der frevelhafte Mord, welchen Ejub,der Vater des Turanschah, an seinem Bruder Malek alAdel begangen hatte, vergolten worden sey
Der Anblick dieser Greuelthat erregte in den Gemüthernder gefangenen Kreuzfahrer, vor deren Augen sie vollbrachtwurde, sowohl Entsetzen, als bange Besorgnisse wegen ihreseigenen Schicksals. Joinville und die übrigen Gefangenen,welche mit ihm auf derselben Galee vereinigt waren, glaub-ten schon, daß das Ende ihrer Tage gekommen sey, alswohl dreyßig der Mordgenossen mit Aerten ") und entblöß-ten Schwertern auf das Schiff kamen; und Balduin vonJbelin, welcher ihrer Sprache kundig war, versicherte demSeneschall von Joinville auf dessen Frage, daß die Sarace-nen die Absicht äußerten, den Gefangenen die Köpfe abzu-schlagen. Hierauf beichteten die meisten Pilger, um zumTode sich vorzubereiten, einem Klosterbruder aus dem Orden
schuft von 32 Tagen die Frcytzeit er- ^ Ermordung des Turanschatz dieselbenhalten sollte, ermordet. vier Emire, welche den Sultan Malek
4g) loiiiville a. a. O. al Adel auf den Befehl des Sultans
Zo) Makrif, bei) Neinaud a. a. O. Ejub erwürgt hatten.
Vgl. Dschcmaleddin ebendaselbst. §2) 2 es liaoliee äsuoises. Soinvillo
zi) Nach einem Gerüchte, Lessen der a. a. O. Weiter unten bezeichnetGeschichtschreiber Jafei lbey Neinaud Joinville diese Waffe durch liadre0. <1. 2 .) gedenkt, vollbrachten die äauvise a ciiarxeiitier.
i- Ehr.1250.