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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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Ermordung des Sultans Turanschah. 231

rend eines nächtlichen Gelages im Rausche des Weins ent-Asschlüpft war, wurde von Mund zu Mund getragen; derSultan hatte nämlich bcy diesem Gelage mehrere Male Fa-ckeln zusammenbringen lassen und deren Spitzen mit seinemSchwerte abgeschlagen, indem er erklärte, daß er auf gleicheWeise mit den Köpfen der Befehlshaber der baharischenMamluken, deren Namen er zu nennen sich nicht scheute,zu verfahren gedächte. Solche unüberlegte Aeußerungen desSultans Turanschah, welcher zwar ein Fürst von gutennatürlichen Anlagen und gebildetem Geiste war, es abernicht gelernt hatte, seine Leidenschaften zu beherrschen^),brachten nvthwendiger Weise die Wirkung hervor, daß beyden durch vielfältige Kränkungen gereizten Mamluken derEntschluß zur Reife gelangte, dem Sultan zuvorzukommenund durch die Ermordung desselben ihren eigenen Untergangabzuwenden. Unter solchen Umständen beschleunigte Turan-schah die schreckliche Entwickelung seines Schicksals dadurch,daß er von der Sultanin Schadschreddorr, deren Klugheitund männliche Entschlossenheit in der gefahrvollen Zeit wäh-rend der Erledigung des Throns nach dem Tode ihres Ge-mahls Aegypten gerettet hatte, Auskunft forderte über dieVerwendung der von seinem Vater hinterlaffenen Schätze.Unwillig gab die Sultanin zur Antwort, daß diese Schätzefür den Krieg gegen die Ungläubigen wären verwandt wor-den, und sie klagte hierauf den baharischen Mamluken diesevon dem leichtsinnigen und undankbaren Sultan ihr zuge-fügte Beleidigung; die Mamluken beschlossen, der gekränktenSultanin eine blutige Genugthuung zu verschaffen

Die gefangenen Christen langten am Donnerstage vor^lpruHimmelfahrt bey Fariskur an, dem Könige Ludwig wurde

33 ) Dschemaleddin unv Makrifi bey Reinauv i>. 470.

34) NeiilLirä x. 46g.