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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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Die Pilger zu Damiette.

bisher von ängstlicher Sorge sowohl um das Schicksal des^-Ar.Königs Ludwig und seiner Unglücksgefährten, als um ihreeigene Zukunft gequält worden, und vor allen überließ sichdie Königin Margaretha, welche schwanger war und ihrerNiederkunft wartete, der Trauer und dem Kummer überdie Gefangenschaft ihres Gemahls. Ihre gereizte Einbil-dungskraft quälte sie mit schrecklichen Bildern, und wennsie einschlief, so schien ihr das Gemach, in welchem sieruhte, mit Saracenen sich zu füllen; und sie rief dann mitängstlicher Stimme: o helft. Sie ließ daher einen altenachtzigjährigen Ritter an ihrem Bette sitzen, welcher ihreHand hielt und, so oft sie aufschrie, sprach:GnädigsteFrau, habt keine Furcht, ich bin hier." Als sie fühlte, daßihre Stunde sich näherte, so entfernte sie alle Anwesendeaus ihrem Gemache, stand auf von ihrem Lager, knietenieder vor dem alten Ritter und bat ihn um eine Gnade.

Als der Ritter mit einem Schwure die Erfüllung ihrer Bitteverheißen hatte, so sprach die Königin:ich fordere voneuch vermöge der Treue, welche ihr mir geschworen habt,daß ihr, falls die Saracenen diese Stadt erobern sollten,mich tödtet, bevor sie in ihre Gewalt kommt;" und derRitter antwortete:Seyd sicher, daß ich solches gern thunwerde, ich war schon längst entschlossen, euch zu tödten,bevor wir gefangen würden." Am dritten Tage, nachdemdie Königin die betrübende Kunde von der Gefangenschaftihres Gemahls empfangen hatte, genas sie ihres SohnesJohann, welcher wegen der traurigen Umstände, unter wel-chen er geboren wurde, den Veynamen Tristan erhielt.Selbst unter! diesen jammervollen Verhältnissen behaupteteaber Margaretha Fassung und Entschlossenheit. Als an demTage ihrer Entbindung ihr war gemeldet worden, daß dieLeute aus Pisa, Genua und anderen italienischen Städten,