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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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Ermordung der gefangenen Christen. 215

junger, mit Schwertern umgürteter Saracenen eindrang undzu den Gefangenen einen bejahrten Scheich führte, welchersie fragte, ob es gegründet wäre, daß sie an einen Gottglaubten, welcher für ihre Sünden am Kreuze gestorben undam dritten Tage wieder auferstanden sey. Da die Baronesolches bejahten, so fuhr der Scheich fort:So seyd nichtbetrübt wegen der Leiden und Trübsale, welche ihr erduldet;denn ihr seyd noch nicht für ihn gestorben, wie er für euch,und wenn er die Macht hat, die Todten zu erwecken, sowird er sicherlich euch befreyen, sobald es ihm gefallt."So wohlgemeint dieser Trostspruch war, so wurden doch dieBarone durch die Erscheinung der bewaffneten Saracenen ingroße Angst gebracht, indem sie meinten, daß dieselben ge-kommen wären in der Absicht, sie zu todten; und sie warendaher sehr froh, als die Saracenen mit ihrem Scheich sichentfernten ^).

Dagegen wurden die geringen christlichen Gefangenenohne alle Schonung getödtet. Joinville selbst war, als erzu Schiffe nach Mansurah als Gefangener geführt wurde,davon Zeuge, wie die kranken Kreuzfahrer auf den feindli-chen Galeen getödtet und in den Fluß geworfen wurden;selbst der tapfere Capellan des Seneschalls^), welcher sichdurch seine früher berichtete Waffenthat im christlichen Heereberühmt gemacht hatte, wurde aus dem untern Raumeeines Schiffes, wo er an der Lagerseuche krank darniederlag, hervorgeholt und in dem Augenblicke, als er in Ohn-macht sank, getödtet und in den Nil gestoßen; dem Diakonusdesselben, welcher ebenfalls krank war und ohnmächtig wurde,warfen die Saracenen einen Mörser auf den Kopf undstießen ebenfalls den Leichnam in den Fluß. Als Joinville,

8) loinville x. 7L. xrestre. loiavUIe x, so. Vgl. oben

g) Monseigneur 7e!»ui, nwn von S. » 76 .