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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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216
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216 Geschichte der Kreuzzüge. BuchVIU. Kap. VIl.

^ 250 .' welchen der Anblick dieser Grausamkeiten mit Entsetzen er-füllte, dem sicilischen Saracenen, welcher ihn gerettet hatte,die Bemerkung mittheilte, daß ein solches Verfahren nichtvereinbar wäre mit dem Grundsätze des Sultans Saladin,welcher gesagt hatte, daß man keinen Menschen tobten dürfte,welchem man von seinem Brote und Salze zu essen ge-geben hatte: so erwiederte der Saracene:jene Leute sindzu nichts mehr nütze und müssen doch an ihrer Krankheitsterben." Zehn Tausend Ritter und andere geringe Leute,welche zu Mansurah in einem Hofe, der von einer Erd-mauer umgeben war, bewahrt wurden, führten die Sara-eenen nach einander einzeln hervor auS diesem Hofe undfragten sie, ob sie ihren Glauben verläugnen wollten, wor-E auf diejenigen, welche dazu bereitwillig waren, abgesondert,

1 den übrigen aber die Köpfe abgeschlagen wurden. Unter

E denen, welche ihren Glauben verlaugneten, waren die Schif-

fer des Seneschalls von Joinville, welche von dem erwähn»sH ten sicilischen Saracenen nach der Landung bey Mansurah

i 1! ihrem ehemaligen Herrn als Muselmänner vorgestellt wur-

"" den; und da Joinville die Bemerkung machte, daß diesen

Leuten nicht zu trauen wäre, indem sie eben so leicht den!i saracenischen Glauben als den christlichen verläugnen wür-

^ den, sobald sie ihre Rechnung dabey nicht fanden, so erwie-

j i! derte der Admiral der saracenischen Flotte:ihr habt Recht;

! Ä . auch Saladin pflegte zu sagen, ein guter Christ wird nimmer

Z ein guter Muselmann, und ein guter Muselmann nimmer

ein guter Christ

n!!j Die arabischen Geschichtschreiber verschweigen keinesweges

' ! die Ermordung eines großen Theils der gefangenen Christen;

! vielmehr berichtet Makrisi, daß der Sultan Turanschah den

ro) IsinvUIe l>, 70. 71.