Gesangennchmung der übrigen Pilger. 201
von Nangis, ein gleichzeitiger Schriftsteller, fügt die^-Ar.Nachricht hinzu'"), daß Ludwig in dem AugenblickeseinerGefangennehmung, als eben die Nona oder die neunteStunde abgelaufen war, und der Tag sich zum Abende neigte,von seinem Capellan, welcher neben ihm stand, ein Brevierforderte, um die für diese Tageszeit vorgeschriebencn Gebetezu lesen, indem er weniger auf seine Rettung als auf dieErfüllung der Pflichten der Religion bedacht war; und ausdieser, den frommen Sinn des Königs bezeichnenden, Nach-richt ergiebt sich die Tageszeit, in welcher er Gefangenerder Saracenen wurde.
Nachdem der König Ludwig in Gefangenschaft gerathenwar: so verrheidigten sich zwar noch einzelne christlicheFlüchtlinge gegen die verfolgenden Saracenen; aber keinervon ihnen gelangte nach Damiette"*). Der Bischof vonSoissons, Johann von Castel, entschlossen, die Schmach die-ses Tages nicht zu überleben, stürzte sich mitten unter dieTürken und starb als Märtyrer; der tapfere Ritter Wal-ter von Chatillon stritt, von allen seinen Waffengefahrtenverlassen, in der Straße, welche von dem Einen Ende derBurg, wo der König gefangen wurde, zu dem andern führte,mit großer Tapferkeit wider die Türken und vertrieb diezahlreichen Feinde, welche fliehend ihn mit Pfeilen bedeckten.Außerhalb der Burg entledigte er sich dieser Pfeile, legteseinen Waffenrock an, erhob sich in den Steigbügeln, strecktesein Schwert aus und rief: „Chatillon, Ritter, wo sindmeine Männer." Als er sah, daß die Saracenen von derentgegengesetzten Seite wieder in die Burg eindrangen, so
114) SuU. Se x. Z56. entginge!/ aber gsnöthigt waren, in
11Z) Abulmahasen be„ Rcinaud x. den Flug sich zu stürzen, und er-4üZ, welcher hiuzufügt, dag zwey tranken,christliche Ritter zwar dem Schwerte