182 Geschichte der Kreuzzügc. Buch VIII. Kap. VI.
^ 25 °*' des Lagers durch die Scharen des Ritters Gujon von Mal-voisin und des Grafen von Flandern geschützt wurde, seineArmbrustschützen vorrücken; und die Pfeile, welche dieseSchützen auf den Befehl des Seneschalls gegen die türki-schen Reiter schossen, waren von solcher Wirkung, daß diefeindliche Reiterey die Flucht nahm; worauf die Leute desGrafen von Flandern durch die Schranken des Lagers vor-drangen, auf das saraceuische Fußvolk sich warfen und das-selbe in die Flucht trieben. In diesem Kampfe that sichbesonders der Ritter Walter de la Horgne, welcher das Pa-nier des Herrn von Apremont trug, durch rühmliche Tapfer-keit hervor. Sehr heftig wurde auch die Schar des Grafenvon Poitiers, welche den siebenten Platz einnahm, von denTürken bedrängt; sämmtliche Ritter dieser Schar kämpftenzu Fuß, und nur der Graf selbst stritt zu Pferde. Unge-achtet eines rühmlichen Kampfes wurde diese Schar vonden Türken gesprengt, und der Graf von Poitiers gefangen.Als aber die Schlächter, Trödlerinnen und anderes geringesVolk, welches im Lager sich befand, dieses Unglück des Gra-fen wahrnahmen r so erhoben sie ein Geschrey, und mit derHülfe Gottes, wie Joinville sich ausdrückt, befreyten sie denGrafen und verjagten die Türken. Die achte Schlachtord-nung unter dem Befehle des Ritters Josserand von Bran-yon, eines der tapfersten Ritter im Heere, Oheimsund alten Waffengefährten des Seneschalls Joinville, wel-cher mit dem Grafen von Poitiers nach Aegypten gekom-men war, wurde mehrere Male zum Weichen gebracht; auchdie Ritter dieser Schar kämpften zu Fuß; und nur derRitter Josserand, so wie sein Sohn Heinrich und der Sohn
64) Er war der Oheim des Se»c- Lourgogu,-. Wgl. Ducange zu Iol»-schalls vo» Joiuvllle L 1 a moäe äll ville I>. 77.