Druckschrift 
7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
Entstehung
Seite
151
Einzelbild herunterladen
 

Uebergang über den Kanal von Aschmum. 151

von Aschmum, nachdem er zwey Monate theils durch dieLangsamkeit seines Zuges, theils durch den langen Aufent-halt am nördlichen Ufer jenes Kanals verloren und dadurchden Saracenen Zeit gegeben hatte, ihre Streitkräfte zusammeln. Ungeachtet ihres langen Aufenthaltes an demKanäle von Aschmum hatten die Kreuzfahrer, nur mit demunglücklichen Bestreben, einen Damm durch denselben zubauen, beschäftigt, keine Mühe sich gegeben, die' Beschaffen-heit des Kanals zu erforschen, und sie verdankten daher dieMöglichkeit des Ueberganges nur einem glücklichen Zufalle.In dem Kriegsrathe, welchen der König Ludwig, nachdemer endlich die Ueberzeugung gewonnen hatte, daß der beab,sichtigte Damm niemals zu Stande kommen würde, ver»sammelte, um mit seinen Baronen über weitere Maßregelnzu berathschlagen, meldete der Connetable Jmbert von Beau-jeu, daß ein Beduine ihm den Antrag gemacht hätte, füreine Belohnung von fünfhundert goldenen Vyzantien einenseichten Ort des Kanals nachzuweisen, durch welchen daSHeer der Christen ohne Beschwerde und Gefahr auf dasmittägliche Ufer gelangen könnte. Diese Meldung erweckteum so mehr allgemeine Freude, je größer die Verlegenheitdes Königs und seiner Barone war. Ludwig bewilligtegern dem Beduinen die verlangte Belohnung, wenn derselbeseine Verheißung wahr machen würde; und da der Beduinedarauf bestand, daß er nicht eher, als wenn die zugesagteBelohnung ihm eingchändigt wäre, den ihm bekannten seich-ten Ort anzeigen würde: so wurde auch diese Bedingungvon Ludwig genehmigt ^o).

6v) loinvlllo l>. 46. Nach -er Ne- dem er den Kreuzfahrern den LvegiLtio» maiinecrite in IMcluniei Nisr. gezeigt hatte und in das christliche

lies crois. lr, IV» x. erhielt der Lager zurückgeführt worden war.Saracene erst seine Belohnung, nach- Auch Ludwig sagt in seinem Briefe