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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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150 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. V.

wäre bereit, dem Könige, sobald er mit seinem Heere an-la»gen würde, die Städte Kahirah und Misr mit allen darinbefindlichen Schätzen zu überantworten, und selbst zu demchristlichen Glauben sich zu bekennen; der König möchte nureilen, den Marsch gegen Kahirah fortzusetzen und durch dieAnstalten des Atabek Fachreddin sich nicht abschrecken las-sen, da er in Kahirah in jedem Falle Sicherheit findenwürde und auf jede Unterstützung rechnen könnte * ?). Wirwissen jedoch nicht, ob es mit diesem Anträge des Statt-halters von Kahirah, dessen nur von Einem gleichzeitigenchristlichen Schriftsteller, dem Mönche Matthäus Paris, undvon keinem morgenländischen Schriftsteller gedacht wird,ernstlich gemeint war. Nach dem fernem Berichte des Mat-thäus Paris 5 b) wurde diese Verrätherey entdeckt, der EmirHusameddin büßte dafür mit dem Verluste seiner Freyheit,und Kahirah und Misr wurden mit stärkeren Besatzungen,auf deren Treue Fachreddin sich verlassen konnte, versehen;aber eben diese Nachricht macht die Glaubwürdigkeit derErzählung von dem Anträge des Emirs Husameddin sehrverdächtig; denn nach beglaubigten arabischen Nachrichten'')war dieser Emir noch späterhin im Besitze seiner Statthal-terschaft und stand ungeachtet einiger Kränkungen, welcheer von dem leichtsinnigen Sultan Turanschah erfuhr, ingroßem Ansehen bey seinen Glaubensgenossen.

Februar Wie es immerhin mit diesem verrätherischen Anträgedes Emirs Husameddin sich verhalten haben mag, so ent-schloß sich endlich Ludwig zum Uebergange über den Kanal

87) lllsnli. Dsris 1. c. Es lst aberin jedem Falle unrichtig, wenn Mat-thäus Paris behauptet, daß Husam-eddin zu diesem Anträge durch dieHinrichtung des EmirS Fachreddin,welchen Matthäus Paris als den

Bruder des Statthalters von Kahi-rah bezeichnet (vgl. oben S. ivy. An-mcrk. 41 ), bewogen worden sei).

88) lVIsilli. Daris s. i2Zo. )>,788-Sg> Iwinsnä Lxtrsirs x. q§g. 4S7,

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