146 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. V.
stimmung des Heers, welche der lange Aufenthalt in einervon zwey Strömen eingeengten Ebene bewirkt hatte undei» längerer Aufenthalt nicht anders als verschlimmernkonnte, mit großen Besorgnissen. Indem die Kreuzfahreraller der Unglücksfälle gedachten, welche seit einer langenReihe von Jahren ungeachtet aller für die Ehre des Hei-landes übernommenen Mühen und Gefahren nichts andersals Schimpf und unersetzlichen Verlust über die Christenheitgebracht hatten, verloren sie alle Hoffnung eines günstigenErfolgs auch dieser Kreuzfahrt; sie überließen sich der Ver-zweiflung, und viele lästerten sogar Gott, indem sie sprachen:„Wie mag unser Gott einen Herrn der Heerscharen sichnennen, da er von seinen Feinden so oft überwunden wird?wozu frommen unsere Andacht, die Gebete der Geistlichkeitund die Almosen unserer Freunde? ist nicht das Gesetz desMahomet mächtiger als der Glaube Christi")?" Dazukam, daß dieser lange Aufenthalt und die Unthätigkeit, inwelcher ein großer Theit des Heers während mehr als sechsWochen blieb, mancherley Zwistigkeiten, sogar Ungehorsamgegen die Anordnungen des Königs, und den Abzug eines
von Paris oder Tours; sie wurde aufeilf langen Wage», deren jeder vonvier starken Pferden und einigenMaulthieren ( sununariis ) gezogenwurde und zwei, mit Eisen beschla-gene Fässer (caclos) enthielt, an dasMeer und von dort auf genuesischenSchiffen nebst vielen Lebensmittelnnach Aegvpteil gebracht. Lest iiaeaom»ia, fügt Matthäus Paris hinzu,cle bonis ecclcsiae per trienniumextorta guem stnt'iü Litit sortita, 50 -siueus scrmo xlcuius äcclaralut.Ohne Zweifel befanden sich be» die-ser Sendung, wenigstens zum Theile,die Gelder, welche dem Grafen von
Anjou in das Land jenseit des Meersnachgescndet wurden, und nach einervon Herr» Michaud auS dem riösorsieg Oliartres (Hist, äes Orois. 1 . IV.I>. 581-583) mitgethejltcn Specifica-tioni gSgy Mark S Unzen Silber
(taut eit sterling gu'eu plague),17,404 livres lournois, 6 saus g <le-iticrs, und an Golde 1 Mark 2 Ds-nierS und 12 Pourn. ic> Sterl. be-trugen.
52) Matthäus Paris (indem er dieStimmung des HcerS während derFastenzeit, also nach dem Ncbergangeüber den Kanal von Aschmum, schil-dert) aä a. I2Z0. x. 776,