Aufenthalt der Pilger am Kanal von Aschmum. 139
deS heiligen Sebastian in dem Zelte des Königs von^Ar-
Frankreich zu speisen: so wurde eine neue Eintheilung desHeers angeordnet. Der König übertrug dem Grafen vonArtois die Bewachung der Katzenthürme und Kriegsmaschi-nen, dem Grafen von Anjou die Vertheidigung des Lagersan der vorder« Seite gegen Mansurah hin, und dem Gra-fen von Poitiers und der Ritterschaft der Champagne dieBeschirmung der an der Seite von Damiette errichteten Ver-schanzungen 4°). Kaum waren diese Anordnungen getroffen, Januarso erschien im Rücken des christlichen Lagers ein zahlreichessaracenisches Heer, welches über den Kanal gegangen warund, in Schlachtordnung aufgestellt, eine lange Linie von demKanals von Aschmum bis zum Nilarme von Damiette bil-dete. Der Graf von Anjou griff zwar die Saracenen mitUngestüm an, durchbrach ihre Schlachtordnung und triebviele Heiden theils in den Fluß, theils in den Kanal, derGraf von PoitierS und die Ritterschaft der Champagneschlug tapfer den Angriff einer türkischen Schar ab und ver-folgte die fliehenden Saracenen auf einer weiten StreckeWeges; weil es aber der christlichen Ritterschaft wegen dergewaltigen Steinwürfe, welche von den jenseit des Kanalsaufgestellten Maschinen auf das Schlachtfeld geschleudertwurden, unmöglich war, ihre Angriffe gegen die ganze sara-cenische Schlachtordnung zu richten, so wurde der gewonneneVortheil bald wiederum verloren. Der Graf Guido vonForez, welcher mit dem Grafen von Anjou die saracenischeSchlachtordnung durchbrochen hatte, wurde nebst seinen Rit-tern in einen ungleichen Kampf mit einer Schar von sara-cenischen Fußknechten verwickelt und von seinem Rosse
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