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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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128
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I. Ehr.l»4S-

128 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. V.

welche den König Ludwig bewog, in der Nahe von Fariskurmehrere Wochen zu verweilen. Ein schnelles Vorrückenwürde um so vortheilhafter gewesen seyn, als der Tod desSultans Nadschmeddin Ejub,, welcher am 21 . Novemberzu Mansnrah starb *°), ein für die Unternehmung derChristen höchst günstiges Ereigniß war. Wenn auch dieNachricht von dem lange erwarteten Tode des Sultansdamals noch nicht zu dem Könige Ludwig gedrungen war,da die Witwe des Sultans ") mit kluger Vorsicht") den

io) Am Sonntage Len 14. Scha-van 647. ungefähr im 40. Jahrs sei-nes Alters und im zehnten seinesReiches. Abulfeda IV. x. 502)schildert den Charakter des SultansEjub auf folgende Weise:Er warein Fürst von großem Ansehen undhohem Sinns, enthaltsam, keusch inRede und That, sehr ernsthaft undvon wenigen Worten; er nahm mehrtürkische Mamluken in seinen Dienstals irgend ein anderer Fürst seinesGeschlechts, dergestalt, daß der größteTheil der Emirs seines Heers ausMamluken bestand. Einem Lheiledieser Mamluken übertrug er die Be-wachung seines Palastes (Oolrlis,was eigentlich Dorbof bedeutet) undnannte sie die Babarischen (weil sieauf der Insel Nudah im Nilflusse,welchen die Araber Bahr, d. i. LasMeer, nennen, Kahirah gegenüber,ihr Standquartier hatten). Niemandwagte anders zu ihm zu reden, alswenn er gefragt wurde, und keinernahm es sich heraus, in seiner Ge-genwart eine Rede zu beginnen. DieBittschriften wurden ihm von LenEunuchen vorgelegt, dann schrieb erdarauf seinen Beschluß, hierauf er-folgte die Ausfertigung, und keiner

an seinem Hofe machte irgend einGeschäft ab, ohne diesen Gang derSachen zu befolgen. Er liebte sehrdie Baukunst, erbaute die Burg aufder Insel lRudah), die Stadt Sale-hiaü, welche er nach seinem Namen(Malek assaleh) benannte, und in der-selben mehrere Jagdschlöffer; auch er-baute er ein großes Schloß zwischenMisr und Kahirah, welchem er LenNamen Kabsch gab. Seine Mutterwar eine Schwarze." Abulmahafen(in Reinsuä Lxtraits x. 454) fügtnoch hinzu, daß der Sultan, wenn erzornig war, kein anderes Wort desVorwurfs gebrauchte, als : Ach! Fau-ler; daß er völlig unempfindlich fürdie Musik war, zwar den Umgangmit frommen Männern, aber nichtdie Beschäftigung mit Büchern liebte,am liebsten einsam war und durchdas Ballspiel (Io Zen Le mail) zuwei-len sich zerstreute.

n) Sie hieß Schadschar ed-dor,d. >. Perlenbaum, und war nachAbulfeda (l. 0. x« 5 <> 4 , vgl. x. 546)eins Sklavin LeS Sultanö Ejub, undtürkischer oder armenischer Abkunft.

12) Aus Furcht vor Len Franken,sagt Abulfeda a. a. O.