120 Geschichte der Kreuzzügc. Buch VIII. Kap. IV.
allein wider die Türken; bevor er die Feinde erreichte,stürzte jedoch sein Hengst und rannte über den Leib des Rit-ters hinweg mitten unter die Saracenen, welche auf Stutenritten. Worauf die feindlichen Reiter herankamen und vor-bereitend den noch auf dem Boden liegenden Ritter mitihren Keulen jämmerlich schlugen; endlich befreiten der Con-netable und einige königliche Serjanten den unglücklichenRitter aus der Gewalt der Feinde und führten ihn anden Arme» in sein Zelt, wo er sprachlos anlangte. DieChirurgen und Aerzte des Heeres ließen zwar, keineTodesgefahr für ihn ahnend, ihm an beyden Armen zurAder; als aber am Abende Joinville und der Ritter Aubertvon Narcy in das Zelt des Ritters Gauchier kamen, umihren Waffengefährten, welcher als einer der tapfersten Rit-ter in hoher Achtung stand, zu besuchen: so mahnte siedessen Kammerling, leise zu gehen und seine» schlafen-den Herrn nicht zu wecken, und da sie seinem Lagersich näherten, so fanden sie ihn schon entseelt. DerKönig, als er den Tod des Ritters vernahm, sagte, daß ernicht Tausend solcher Ritter haben möchte, welche an seineBefehle sich nicht kehrten. Größeren Schaden als durchsolchen offenen Angriff fügte der Sultan den Kreuzfahrerndadurch zu, daß er unzählbare Scharen von Arabern aus-sandte, welche das Lager des Königs von Frankreich in der-selben Weise als ehemals das Lager des Cardinals Pelagiusund des Königs Johann von Jerusalem umschwärmten, jedeGelegenheit, den Christen zu schaden, wahrnahmen und nicht
73 ) Während seine Leute l-r meg- lieber den damaligen Gebrauch desnie), sagt Joinville, seine Losung Pclzwerks zum Lager s. die von Ou-riefen, nämlich: cUiasloitioii. cange zu Joinville S. 63 gesammel-
7ü) Oouverkovcrs (couvormre) cto tkN Stellen,mouu vor (vatr,. loiuviUe x, zg.