ihrer Stadt war granzenlos, und als sie den Rückzug desEmirs Fachreddin vernahmen, so bemächtigte sich ihrer voll-kommene Verzweifelung; denn von dem Sultan, dessen Thä-tigkeit durch seine täglich sich verschlimmernde Krankheitgehemmt war, erwarteten sie keine Hülfe, und in dem Lagerbey Aschmum herrschte, da Ejnb nicht mehr im Stande war,sein Ansehen geltend zu machen, die wildeste Zügellosigkeit,und Ordnung und Gehorsam waren verschwunden^).
Unter diesen Umständen bemächtigte sich selbst der Ara-ber des Stammes Kenanah feige Murhlosigkeit, und schon inder folgenden Nacht nach dem Tage, an welchem der Königvon Frankreich gelandet war, entflohen sie aus Damiette,obgleich die Stadt, da sie mit Lebensmitteln und allen ande-ren Bedürfnissen auf das reichlichste versehen war, zu dieserZeit mit besserem Erfolge vertheidigt werden konnte alsvor dreyßig Jahren gegen die langwierige Belagerung desKönigs Johann von Jerusalem und des Cardinals Pelagius.Dem Beyspiele der Araber folgte die ganze Bevölkerung derStadt; Männer, Weiber und Kinder entflohen in ungeord-neten Haufen, theils auf dem Flusse, theils zu Lande, indemsie es selbst unterließen, die Kriegsmaschinen, Lebensmittelund kostbaren Kleider und Geräthe, welche sie nicht mit sichnehmen konnten, zu zerstören Nur das große allgemeine
3L) Oschemaleddin a. a. O. NachJoinville (x. SZ) wurden dreymalnach einander Brieftauben aus Da-mistts an den Sultan abgesandt,mit Briefen, in welchen er um Bcy°stand ersucht wurde; als aber wegender Krankheit des Sultans keineAntwort einlief, so verliehen die Ein-wohner die Stadt, indem sie glaub-ten, daß der Sultan gestorben wäre.
3 Ü) Oschemalsddin a, a. O. Jvin-
ville a. a. O. Hostert! , 4 ,trcstsr. erOnicionis Lxisrolre x>. 165. 16g. Da-gegen sagen Wilhelm von NangiSil>. SB) und Vincenz von Beauvais(XXXI. gg): In erastiiio äie Oo-ininioo MLgnares er omnes 3 ti! exstiera niste exierunr er in kngainoonvers! eom eireumgnagne xosiroignc xcnirus rclignernnr, was vonder Verbrennung des Fondaco t s.Anm. ZS) zu verstehen seyn mag.