104 Geschichte dev Krenzzüge. Buch VIII. Kap. IV.
cypnschen Ritterschaft angeschlossen hatte ^), an die Küste;dieses Schiff war mit sorgfältig gemalten Wappenschildendes Grafen, rothen Ankerkreuzen in goldnen Feldern^),trefflich geschmückt, dreyhundert Ruderer, deren jeder durcheinen Schild mit dem Wappen des Grafen geschützt war,trieben das Schiff so schnell vorwärts, daß es zu fliegenschien, und das geräuschvolle Schlagen dieser zahlreichenRuder, an deren jedem ein Fähnlein mit dem gestickten Wap-pen des Grafen befestigt war, verbunden mit dem Schalleder Heerpauken, Trommeln und saracenischen Hörner, welcheauf dem Schiffe sich befanden, war von gewaltiger Wir-kung. Sobald diese Galee so nahe an die Küste, als esdie Seichtigkeit des Meers erlaubte, gekommen war, sosprangen der Graf und seine Waffengefährten in das Was-ser, eilten wohl gerüstet und gewaffnet nach dem Lande,nahmen ihre Stellung zur linken Seite der Ritterschaft, inwelcher der Seneschall von Joinville war, und errichteten so-gleich ihre Zelle. Die Saracenen kamen, als sie dieses be-merkten, in gesprengtem Laufe heran; als aber die PilgerStand hielten und zum Widerstande sich bereiteten, so wichendie saracenischen Reiter zurück. Es kam dann zunächst zurrechten Seite der Ritter, welche zuerst gelandet waren, inder Entfernung eines starken Armbrustschusses, die Galee,
26) Da der cyprischen Ritter, wel-che, wie oben lS. 70) berichtet wor-den ist, das Kreuz genommen hatten,sonst nicht erwähnt wird, so ver-muthe ich, dag ste dem Paniere desGrafen von Joppe folgten, welcher inder Zeit, welche die französischen Pil-ger in Cypern zubrachten, daselbstanwesend war. Vgl. Oäonu Lpisro-1a in O'^csirerz- 8pror1. ll'. m. x. 62Ü.Makrisi ( Laistorrire extrarrs x, gzi)
bemerkt, dag die sorischen Franke»sich dem Könige von Frankreich an-geschlossen hatten. Der König vonCypern begleitete zwar den KönigLudwig, scheint aber an dem Kriegewider die Saracenen keinen thätigcnAntüeil genommen zu haben.
27) I.e5gneIIcs armce sollt st'or äiure oroi-i sie xucnlcs i-aroc. tour,ville p. 34-