84 Geschichte dco Krcuzzüge. Buch VIII. Kap. III.
2-^-auch versicherte» sie, daß der Fürst von Mosul der Sohneiner Christin wäre, die Feste der Christen seyerte, keineGebrauche des Islam mehr beobachtete und sehnsuchtsvolldie gelegene Zeit, öffentlich zum Christenthume sich zu be-kennen, erwartete. Sie fügten jedoch hinzu, daß ein großerTheil deö mogolischen Volks noch nicht getauft wäre. DaLudwig auch nach den Ursachen der schlimmen Behandlungfragte, welche die letzte päpstliche Gesandtschaft von demmogolischen Chan Batschu erfahren hatte, so gaben die Bot-schafter zur Antwort: Batschu ist noch ein Heide «nd vonsaracenischen Rathen umgeben, deshalb har er jene Gesandt-schaft schlimm behandelt; jetzt aber ist seine Macht sehrgering, und er selbst ein Unterthan des Jlschigatai. DieGesandten meldeten endlich dem Könige Ludwig, daß derFürst Jlschigatai die Absicht hätte, im bevorstehenden Som-mer den Khalifen von Bagdad zu bekriegen und alle vonden Charismiern im heiligen Lande verübten Gräuel zurachen, und baten den König, den Sultan von Aegyptenanzugreifen, damit derselbe dem Khalifen keinen Beyjrandleisten könnte ^).
A8) Ofionis Lp. Virreent. Dellov.6111I. ctc bliing. I. 0. Joittvlllc, wel-cher überhaupt nur mit wenigen Wor-ten von dieser mogolischen Botschaftberichtet, erwähnt nur des letzten An-trags mit erheblicher Abweichung:
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Auffallend ist eS, dag sich keine Er-wähnung des Dolmetschers findet,dessen Ludwig bep dieser Unterredungsich bediente t vielleicht versah derPrcdigermonch Andreas von Lonju-
mcl dieses Amt. Dis wiederholtenUnterhandlungen, welche mit den Mo-golen angeknüpft wurden, veranlag-ten besonders dis Predigermöuchc,sich mit der Sprache dcr Mogolen be-kannt zu machen. Daher fand Lud-wig unter Len Mönchen dieses Or-dens, welche sein Heer begleiteten,mehrere, welche den Mogolcn sich ver-ständlich machen konnten, gru eavoi-errr le ear-r-iiiroie, wie Joinville sichausdrückt. Ob Joinville mit diesemAusdrucke etwa die persische Sprachebezeichnet, wage ich nicht zu ent-scheiden.