76 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. III.
zösischen Barone ernste Mißbilligung zu erkennen, indem erdem Templermeistcr schrieb: „in den alten guten Zeitenpflegten die Christen des heiligen Landes, ob auch ihre Notk-auf das höchste gestiegen war, nicht mit Friedensanträgenentgegen zu kommen, sondern die Anträge der Saracenenabzuwarren; du aber schändest durch dein unwürdiges Ver-fahren den christlichen Namen und bewirkst bey den Sara-cenen die Meinung, als ob ich aus Feigheit den Wunschhegte, vermittelst eines leidlichen Vertrags dem Kampfeauszuweichen." Bald hernach kamen Botschafter des Für-sten Boemund von Antiochien und des Königs Haiton vonArmenien nach Nicosia, überbrachten dem Könige Ludwigkostbare Geschenke und baten ihn im Namen dieser Fürstenum die Vermittelung der Streitigkeiten, welche zwischendenselben obwalteten. Die Botschafter des Fürsten von An-tiochien baten zugleich um Hülfe gegen die Turkomanen,welche noch immer das christliche Land am Orontes ängstig-ten, und diese Bitte wurde auch dem päpstlichen LegatenOdo durch Briefe sowohl des Fürsten Boemund, als desPatriarchen von Antiochien vorgetragen. Ludwig gewährtediesen Gesandten huldreiche Aufnahme, er sandte dem Für-sten Boemund sechshundert Armbrustschützen zum Brystandewider die Turkomanen, jedoch keine Ritter, um nicht seineMacht allzusehr zu schwächen, und später begaben sich Bot-schafter des Königs von Frankreich nach Syrien und Ar-menien, um die beyden streitenden Fürsten mit einander zuversöhnen^). So ehrenvoll das Vertrauen war, welches
xli Soläsirus rü ixsum miserilt sti-crum ^stmiralstum. ostoiris Lx.und 6ui1. üo 1. u.
i?> OLouis Lp. p.62Z. Nach Wil-helm von NangiS (x>. M), welcherübrigens in seiner Erzählung von
diesen Verhandlungen selbst In denWorten mit dem Legaten Odo über-einstimmt, vermittelten die französi-schen Botschafter zwischen dem Kö-nige von Armenien und dem Fürstenvon Antiochien einen zweyiäbrigen