Die französischen Pilger in Cypern. 71
waren nicht darauf eingerichtet, die Ritter ihres Gefolgeswahrend einer langen Uuthatigkeit aus eigenen Mitteln zuunterhalten; selbst dem Seneschall von Jvinville blieben,nachdem er die Miethe seines Schiffs bezahlt hatte, nichtmehr als zwey hundert und vierzig Livres °), und einigeder zehn Ritter, welche nebst zwey Pannerherren dem Se-neschall gefolgt waren, erklärten ihm daher nach der Ankunftan der cyprischen Küste, daß sie ihn verlassen würden, wenner nicht Geld sich verschaffen könnte. Als der König Lud-wig die Norh des Seneschalls erfuhr, so rief er ihn zu sichnach Nicosia und beschenkte ihn mit achthundert Livres ^).Wie gewöhnlich in den früheren Pilgerheercn in Zeiten derRuhe und Uuthatigkeit der Friede durch innere Mißhellig-kcircn war gestört worden; eben so erhoben sich auch in die-sem französischen Heere wahrend des Aufenthalts auf Cy-pcrn verderbliche Zwistigkeiten. Der Vizgraf von Chateaudu»,welcher mit vielen anderen französischen Rittern erst gegendas Ende deS Oktobers nach Cypern kam, war kaum da-selbst gelandet, als er mit den genuesischen Schiffern, welcheihn nach dieser Insel gebracht hatten, in Streit gerietst;und es kam sogar zu einem blutigen Kampfe, in welchemvon den Armbrustschützen des Vizgrafen zwey Genueser,deren einer ein vornehmer Mann war, getödtet wurden.Noch war dieser Streit nicht zu Ende gebracht, als der Viz-graf mit dem Grafen von Montfort und vielen anderenRittern zu der Verabredung sich vereinigte, den König vonFrankreich zu verlassen, nach P.tolemais sich zu begeben und
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