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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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Zustand der Christen in Syrien.

Während die christliche Herrschaft in Syrien von außendurch die überlegene Macht der Saracene» bedrängt wurde,waren auch die innern Verhältnisse des heiligen Landes kei-nesweges friedlich, und Ptolemais insbesondere war nochimmer der Tummelplatz erbitterter Parteyen; denn, obwohlder Kaiser, seitdem er im Jahre 1242 noch einmal einenStatthalter, den Grafen Thomas von Acerra, nach demheiligen Lande gesandt hatte"), wegen der Kriege, welchein seinen abendländischen Herrschaften ihn beschäftigten, seinsyrisches Königreich dem Schicksale preiszugcben sich ge-nöthigt sah, so war dennoch in Ptolemais noch eine Parteyvorhanden, welche die Hohenstaufen als die rechtmäßigenBesitzer der Krone Jerusalem und die seit der Flucht desMarschalls Richard begründete cyprische Herrschaft überdas heilige Land als eine gesetzwidrige Anmaßung betrach-tete. Unter solchen Umständen war die Königin Alir vonCypern, welche, wie im vorigen Buche gemeldet wordenist"), von ihrem Gemahle Radulph von Soissons war ver-lassen worden, dem Namen nach die Beherrscherin des Kö-nigreichs Jerusalem; und als Alir im Jahre 1246 gestorbenwar, so sandte ihr Sohn, der König Heinrich von Cypern,einen Statthalter nach Ptolemais und ließ in seinem Namendie Regierung des Königreichs Jerusalem verwalten b°).Diesen verwirrten Zustand des heiligen Landes verbesserteJnnocenz keinesweges dadurch, daß er im Jahre 1247 denrömischen König Konrad, den Sohn des Kaisers Friedrich,wegen der von ihm wider den römischen Stuhl bewiesenenTreulosigkeit-seines mütterlichen Erbrechts beraubte und dieses

) Vgl. Sesch. der Kreuzz. Buch in rc§no H!ero 8 Ql)''iuit 3 N 0 LNvLeäiLVII. Kap. 19. S. 626. Amil. io. et Ln rcolemaitle dulivnm

79 ) S. 63 ^. Olrronieon lor.Izrri bei) NailiaLdus

Zv) H'iliuk Huinricus, Rex rr. 1246. 52.