36 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VHI. Kap. I.
er mit erzürntem Antlitze den Befehl hinzu, daß nicht nurdie Abgeordneten der beyden Ritterorden unverzüglich ausseinem Reiche entfernt, sondern auch die Gefangenen harterals zuvor behandelt werden sollten. Als den Abgeordnetendieser Befehl des Sultans war überbracht worden, so batensie diejenigen, welche von ihnen Geschenke angenommen hat-ten, ihnen zu rathen, durch welche Mittel die Befreiungihrer gefangenen Mitbrüder noch möglich wäre. Hieraufsagten die Emire: „Wir wollen euch die Geschenke, welcheihr uns gegeben habt, durch einen nützlichen Rath vergel-ten. Bewegt den Kaiser Friedrich, welchen unser Herr mehrals andere Menschen liebt und verehrt, durch einen Briefoder Botschafter den Sultan um die Freylassung der gefan-genen Ritter zu bitten, und ihr werdet auf solche Weisesicherlich erlangen, was ihr begehrt." Darauf erwiedertendie Abgeordneten: „Zu solcher Erniedrigung werden wirunS nimmer bequemen." Sie kehrten also, ohne den Zweckihrer Sendung erreicht zu haben, zurück nach Syrien. DieTempler aber sowohl als die Hospitaliter sollen durch diedamalige bedrängte Lage ihres Ordens und des syrischenLandes überhaupt dahin gebracht worden seyn, daß sie insich gingen, ihre früheren Unbesonnenheiten bereuten unddurch inbrünstiges Gebet und durch Fasten und Kasteyungenden Zorn Gottes zu versöhnen und die Errettung des heili-gen Landes zu erwirken sich bemühten ' ^).
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