32 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. I.
2 -Ar. ängstig. Der große Chan der Mogolen, deren Verwüstun-gen bisher das christliche Land von Syrien noch nicht be-
2. Cbr. rührt hatten, sandte im Jahre 1244 zweymal an den Für-sten von Antiochien Botschafter, welche die drey Forderungenmachten, daß die Mauern von Antiochien und allen Städ-ten und Burgen des FürstenthumS niedergerisscn, und diegestammten Einkünfte des Landes an Gold und Silber, sowie drey Tausend Jungfrauen den Mogolen überliefert wer-den sollten. Obgleich die mogolischen Botschafter mit schreck-licher Rache drohten, falls diese Forderungen nicht erfülltwürden, so gab gleichwohl der Fürst Voemund zur Antwort:„So lange Gott und die Heiligen leben, werde ich solchesBegehren nicht erfüllen, und Gott und dem Schwerte dasUrtheil überlassen." Nachdem sie diese Antwort empfangenhatten, stießen sie zwar von neuem schreckliche Drohungen aus,die Mogolen fanden aber damals in der Verwüstung von Klein-asien und den Ländern am Euphrat und Tigris hinlänglicheBefriedigung ihrer Kampflust und Raubsucht und ließendaher jene Drohungen unerfüllt; jedoch war der Fürst Voe-mund zwey Jahre später genöthigt, den Mogolen zinsbarzu werden. Aehnliche Botschaften, wie an den Fürsten vonAntiochien, sandte der große Chan der Mogolen auch anden König von Armenien und an mehrere muselmännischeFürsten Nachdem die Gefahr eines Einbruchs der Mo-golen abgewendet worden war, so drang im Jahre 1247eine zahlreiche Horde von Turkomanen in das FürstenthumAntiochien ein, plünderte die Gehöft und Ortschaften und
72) IVIattiraous Varis »ü s, 1L44.I>. 64g. 64g. lieber die damaligenUnternehmungen der Mogolen oderTataren in Kleinasien und widerBagdad s. ^dulloäüe , niosl.2'. IV. l>. 47g. -W. Dag der Fürst
von Antiochien Im Jahre 1046 ebenso wie der König von Armenien undandere Christliche Fürsten (-Nil nol>i-Ics 6Iiiisti->iri) im Jahrs 124Ü denMogolen zinsbar wurde, berichtetMatthäus Paris x. 70Z.