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Gesinnung des Kaisers Friedrich.
geäußert, sondern vielmehr verheißen, ihre heilige Unterneh-mung zu befördern. Als er im September des Jahrs 1246seinen Hofrichter Petrus de Vinea und den Meister Wil-helm von Ocra an den Hof des Königs von Frankreichsandte mit einem Schreiben, in welchem er seinen Streitmit dem Papste der schiedsrichterlichen Prüfung des KönigsLudwig und der weltlichen französischen Pairs unterwarfund die Vermittelung und den Veystand des Königs in An-spruch nahm: so erbot er sich zugleich in diesem Schreiben,entweder in eigener Person an dem von dem Könige vonFrankreich beschlossenen Kreuzzuge Theil zu nehmen, oderseinen Sohn Conrad, den Erben des Königreichs Jerusalem,mit den französischen Kreuzfahrern nach Syrien zu senden,und falls die Fondauer des Kriegs mit der Kirche undden Lombarden ihm eine andere Theilnahme nicht gestattensollte, die Kreuzfahrt wenigstens durch die Lieferung vonSchiffen und Lebensmitteln zu unterstützen"). Nachdemder König Ludwig in Folge dieses Antrages Botschafter anden päpstlichen Hof gesandt hatte, so erließ Friedrich imMonate November des Jahrs 1246 eine Verordnung, inwelcher er den Justitiarien, Cämmerern, Procuratoren undallen Getreuen des Königreichs Sicilien befahl, zu gestat-ten, daß im ganzen Umfange des Königreichs dem KönigeLudwig von Frankreich, seinem geliebten Freunde, welcheram Johannistage des nächstfolgenden Jahres 1247 die Meer-fahrt nach dem heiligen Lande anzutreten gedächte, unddessen Waffengefährten Pferde, Waffen, Lebensmittel undandere Bedürfnisse für billige Preise verkauft würden, auch
84) Das Schreiben dieses JnvaltcS, eor Nes ONartres an Uoi befindlichenwelches Friedrich am W. Sept. »ags Originale von Oucange »litgetbclltauS Crcmvna an den König Lud- worden, in den Anmerkungen zu
wig IX. erließ, ist nach dem Im 'rrö- Joilwille l>. 86. 87.