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5 (1854) Von 1756 bis 1763
Entstehung
Seite
83
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Hoffnung, der König werde es nicht wagen ihnen über dieSaale zu folgen.

Die Reichsarmee bestand aus den Truppen derjenigenReichsstände, welche gegen Preuffen Partei genommen, vor-! züglich aus Baiern, Pfälzern, Würtembergern, schwäbi-^ schcn, fränkischen Md oberrheinischen Kreistruppen. DieseMannschaft war von derselben Beschaffenheit wie dieje-nige, welche Baiern, Würtemberg und Pfalz für Geld anFrankreich oder Oesterreich überließen. Als der verschwen-derische und tyrannische Herzog von Würtemberg dem fran-zösischen Commissär 4000 Mann in Stuttgart übergeben 2V. Juniließ, fingen die Soldaten an zu murren, riefen: daß sieverkauft wären, und liefen zu 20 und 30 Mann fort. Baldkam es zum förmlichen Aufstande gegen die Officiere, ^undH es zogen Haufen zu 3—500 Mann mit klingendem Spiele

' ab, von den Generalen um Gotteswillen gebeterr nur in

Frieden fortzugehen, weil man Mord und Brand in derStadt fürchtete. So entwichen beinahe >3000 Mann, vondenen sich viele zu dem preussischen Parteigänger Mayr inFranken begaben; die übrigen wurden entlassen. Man glaubte,p Bürger und selbst höhere Beamtete, sogar die Landstände

^ und die Prediger wären Miturheber des Aufstandes. Die

ss Officiere waren ohnehin für den großen König gestimmt,

x gegen den sie fechten sollten.'). Im Lager von Geislingen

^ kam es unter den dann wieder zusammengebrachten würtcm-

belgischen Truppen, als sie nach Böhmen marschiren sollten,

- abermals, und in der Gegend von Kolin zum dritten Malezum Aufruhrs, Als der Markgraf von Baden-Durlach^ seinen Truppenbeitrag wollte zum Reichsheere stoßen lassen,

> brach auch unter diesen der Aufruhr aus, und es gingen

auf einmal 500 Mann fort, um über Fürth zu den Preussenb M stoßen. Die Markgräfin von Baireuth gab jedem De-! serteur 5 Thlr. Reisegeld^).

Der patriotische Lcgationsrath und nachherige Minister

. 1) Danziger Beiträge II. S. 714.

-! 2) Stuhr I. S. 321.

st 3) Datelbst I. S. 328.