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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Erpressungen Friedrichs.

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Hcrzogthum dem tapfer» Prinzen Ferdinand von Braun-schweig übertragen werden').

Zwölftes Hauptftück.

Feldzüge in den Jahren 1762 und 1763.

§)urch die neuen Verhältnisse mit Rußland erhielten dieBemühungen des Königs, den Tartarkhan gegen dieses auf-zureizen, eine andere Wendung; sic wurden ausschließlichgegen Oesterreich gerichtet, und Friedrich vermittelte sogardie Beilegung der Streitigkeiten zwischen Rußland und denTartaren über das Fort Elisabeth. Was die Verhältnissezu den Türken betrifft, so bewog Friedrich zwar den Kaiserzu der Erklärung in Konstantinopcl, er werde sich in einenKrieg zwischen der Pforte und Oesterreich nicht mischen;allein, obwol der König bis in den August noch einigeHoffnung auf den Beistand der Pforte hatte, so meintedoch mit Recht Prinz Heinrich, er rechne mehr auf desKönigs schweres Geschütz als auf die Türken'), und in derThat wurde das angctragcne Schutz- und Trutzbündniß mit 14. Oct.Preusscn von der Pforte förmlich abgclchnt.

Ungeachtet nun der König der Besorgnisse vor Ruß-land und der Störungen von Seiten Schwedens eilcdigtwar und die gegen diese Mächte nicht mehr nöthigcn Trup-pen gegen die Ocstcrreicher verwenden konnte, so war seineLage immer noch bedenklich genug. Es erforderte die größtenAnstrengungen, um sein Heer soweit zu ergänzen, daß erdiesen die Spitze bieten konnte. Vorzüglich drückend warbei dem Wegfälle der englischen Subsidicn der Geldmangel.

Es mußte daher besonders in dem unglücklichen Sachsen die

1) Biographie Peters III. Bd. II. S. 6471.

2) Schöning III. S. 4VI.