Rückzug der Preussen.
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rechten Moldauufer unverfolgt mit klingendem Spiele abund gingen bei Brandeis ungehindert über die Elbe.Der Fcldmarschall Keith verzögerte seinen Abzug bis Nach-mittag und wendete sich gegen Leitmeritz. Der Herzog Karlvon Lothringen, welcher bis dahin zwischen Furcht und Hoff-nung geschwebt und den Preussen nichts in den Weg gelegthatte, erhielt eben die Nachricht vom Siege Dauns bei Ko-lin, fiel nun mit 22,000 Mann gkgen Keith aus, der da-durch genöthigt wurde 1500 Verwundete zurückzulassen undnoch 650 Mann und 5 Kanonen nebst 1000 Ausreißern ver-lor. Darin bestand der ganze Verlust der Preussen, bei derUnentschlossenheit und Kraftlosigkeit des Herzogs Karl. Esist nicht unwahrscheinlich, daß die Eifersucht und dann Span-nung zwischen Daun, welcher eben als Retter der Monarchiegefeiert wurde, und dem Herzoge Karl, dessen geringe Fä-higkeit offen lag und der dennoch den Oberbefehl über beideHeere erhielt, viel beitrug, um die gesammten Bewegungender Oesterreicher zu lähmen. Das verschaffte dem KönigeZeit, seine zerstreuten Truppen zu sammeln und sie, fast73,000 Mann stark, ohne weitern Verlust über die Elbe zuziehen.
Zweites Hauptstück.
Von der Schlacht bei Kolm bis zum Ende desFeldzngs im Jahre 1757.
Friedrich war nun, sehr gegen seine Natur, in die Verthei-digung zurückgeworfcn; doch auch darin zeigte er sich, mitBenutzung der Fehler und Schwächen seiner Gegner, alsMeister. Es lag ihm zunächst daran sich so lange als mög-lich, jedenfalls bis Mitte August, in Böhmen zu halten, umcs auszuzehren und seine übrigen Hülfsmittel zu schonen.Zn der Ueberzeugung, Daun und der Herzog Karl würden