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Buch MI. Zweites Hauptstück.
bereits vom rechten Wege nach Breslau abgedrängt, war erdurch einen meisterhaften Marsch oberhalb Steinaus über dieOder, dann auf dem rechten Ufer hinauf nach Breslau, dortwieder auf das linke Ufer zurückgegangen, den Oesterreichern1. Oct. fo zuvorgekommen und hatte eine Meile von der Stadt ander Lohe eine feste Stellung genommen, in welcher er den iKönig erwartete.
Da erhielt der König Nachricht von dem in dieserJahreszeit nicht mehr erwarteten abermaligen Vorrückcn desRcichsheeres und des Prinzen Soubise, der nach vielen Zö-gerungen endlich, durch Befehle von Paris aus dazu ge-zwungen, dem Herzoge von Richelieu eine Verstärkung unterdem Herzoge von Broglie geschickt hatte. Es wurde nun ^beschlossen, beide Heere sollten vereinigt bis an die SaaleVorgehen. Auf die Nachricht von dem Marsche des Königsvon der Saale über die Elbe rückten die beiden Heerführergegen Leipzig vor, als Soubise eben den Befehl von Pariserhielt die Saale nicht zu überschreiten, auf deren rechtemUfer er ruhige Winterquartiere nehmen sollte. Keith war sogenöthigt worden sich mit seinen 4000 Mann nach Leipzig "zurückzuziehen, wo er die Aufforderung die Stadt zu über-geben entschieden ablchnte, die schönen Vorstädte anzubrcn-nen drohte und die Ankunft des Königs erwartete, welcheam 26. Octobcr erfolgte, worauf sich Soubise und Hildburg-hausen zurückzogen. Die Heercsabtheilungen des PrinzenMoritz von Dessau und des Herzogs Ferdinand von Braun-schweig stießen in Eilmärschen zu dem Könige. Der PrinzMoritz legte in sechs Tagen 23 Meilen und der Herzog Fer-dinand in vier Tagen 15 Meilen zurück. Der König hatteseine am 22. Octobcr bei. Berlin, Annaburg, Leipzig undMagdeburg stehende Heeresabtheilung in sieben Tagen zu-fammengezogen und den 28stcn in Leipzig 24,000 Mann ver-sammelt. Richelieu hatte bereits angcfangen seine Truppenin die Winterquartiere zu legen. Der König folgte den sichzurückziehenden 64,000 Mann Franzosen und Reichstruppcnmit 22,000 Mann über die Saale, wo seine Gegner auf denHöhen von Mücheln, Merseburg gegenüber, zwischen Unstrutund Saale eine feste Stellung genommen hatten, in der