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Buch VIN. Viertes Hauptstück.
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Viertes Hauptftück.
Feldzüge im Jahre 1758.
Oesterreich hatte zu dem bevorstehenden Feldzuge 194MMann aufstcllen wollen, hatte aber mit großer Anstrengungnur 122,000 Mann aufgebracht'). Das sehr mangelhafteingerichtete Reichsheer betrug ,32,000 Mann, das französi-sche war fast ohne Schwcrtschlag von 134,000 Mann auf> , 80,000 geschmolzen. Die Russen waren angeblich 104,000,
wirklich nur 75,000 Mann stark; von 21,000 Schweden konnten! ' anfänglich nur 7000 Mann im Felde erscheinen. Das gab zu-
sammen gegen Friedrich eine Streitmacht von 316,000 Manu.Der König hatte sich durch Friedenshoffnungcn nicht cin-schläfcrn lassen. „Selbst wenn der Frieden sicher wäre," schrieb1757 er seinem Bruder Heinrich, „muß man nichtsdestowenigerar-28. Dec. beiten, sich in eine furchtbare Verfassung zu setzen; denn dieGründe der Gewalt sind das Einzige, was man gegen diese Kö-nige und Kaiser anwenden kann')." Er setzte seinen Feindenim Felde 145,000 Mann eigene Truppen und 30,000 Han-noveraner, Hessen und Braunschweiger (die sogenannte alliirteArmee), insgcsammt also 175,000 Mann entgegen. Außer-dem hatte er 61,000 Mann Besatzungen in den Festungen.Wenn man den Krieg des hannoverischen Heeres unter demHerzog Ferdinand von Braunschwcig gegen die Franzosenabgesondert betrachtet, wie er es wesentlich war, so blieben den" 145,000 Mann Preußen 237,000 Mann Ocsterrcicher, Reichs-
truppen, Russen und Schweden im Felde gegenüber. DasMißverhältnis wurde indessen ziemlich ausgeglichen durch die.,cs mit 61,000 Mann besetzten Festungen in Schlesien, an der
'' i Oder und an der Elbe. Diese deckten den König in seiner
Centralftcllung und legten den Feinden große Hindernissein den Weg. Ferner war cs wie früher von der höchste»Wichtigkeit, daß der König allein die unumschränkte Leitung
1) Veteran III. S. 7.
2) Bei Schßning Siebenjähriger Krieg I. S. 116.