ERSTES KANTE L.
Statik.
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Ein Körper bewegt sieb , wenn er seinen Ort im Raume än-dert. Die Ursache , welche ihn in Bewegung setzt, oder zusetzen sucht, heilst K r a f t, und die Richtung dieser Kraftist die gerade Linie , welche der Körper durch die Wirkung die-ser Kraft in jedem Augenblicke zu beschreiben sucht. Die Me-chanik ist die Lehre der bew’eeunjr.
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Werden mehrere Kräfte auf einen Körper angebracht, sokönnen sie sich auch einander aufheben, so dal's keine Be-wegung entsteht. Man sagt dann $ diese Kräfte sind im Gleich-gewichte.
Die Statik ist die Lehre des Gleichgewichtes. Der Zweckdieser AVissenschaft ist daher, die Gesetze aufzufinden, nachwelchen diese gegenseitige Aufhebung der Kräfte vor sich geht,damit Gleichgewicht entstehe;
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Wenn mehrere Kräfte nach verschiedenen Richtungen auf ei-nen Punkt wirken , ohne sich Gleichgewicht zu halten, so witdsich der Punkt in einer gewissen Richtung bewegen, und nichtshindert uns anzunehmen, dafs diese Bewegung von einer einzigenKraft herrühre, die in der Richtung der Bewegung des Punktesauf diesen Punkt wirkt. Eine solche Kraft, die mehreren anderengleichgeltend ist , heilst mittlere Kraft , die daher , in entge-gengesetzter Richtung betrachtet, mit allen anderen äul s er enKräften im Gleichgewichte ist.
Wirken alle äufseren Kräfte in einer geraden Linie , einigederselben vor-, die anderen rückwärts, so ist offenbar die mitt-lere Kraft gleich der Summe derjenigen äufseren, die nach einerder beyden Richtungen dieser geraden Linie j weniger der Summeder anderen äufseren Kräfte, die nach der entgegengesetztenRichtung wirken, und die mittlere Kraft wird ihre Richtungmit der gröfseren dieser beyden Summen gemeinschaftlich haben.Sind’ ab er beyde Summen gleich, so wird die mittlere Kraft Nullseyn, oder die äufseren Kräfte werden sich unter einander dasGleichgewicht halten.
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