in den beiden nächsten Jahrhunderten nach dem Ende der Krcuzzügc. 547
dazu, daß die Schweden Margarethen die Krone anbotcn. Sie erkämpftesich die angebotcne Krone im Jahre 1389 in der Schlacht bei Falköping,die den Gegner in ihre Gefangenschaft brachte. Der Krieg war hier-mit noch nicht beendet. Eriks Partei hielt sich noch lange in Stock-holm, dem von dem ersten Birger gegründeten Königssitz. Währenddieser Zeit bildete sich ein ausgebrcitetes Seeränberwcscn auf der Ostsee.Nachdem kühne Seefahrer angefangen, das bedrängte Stockholm ausden Häfen Mecklenburgs und der Hansa mit Lebensmitteln zu versehen,wuchsen ihre Schaaren ins Große, und obgleich sic sich nach jenemursprünglichen Zwecke Vitalienbrüder nannten, wurde doch Plünderungnun ihr eigentliches Geschäft, und es kostete die Hansa sowie die deut-schen Ritter harte Kämpfe, sie aus der Ostsee zu vertreiben. IhrenHauptsitz, die Insel Oeland, verloren sie an die deutschen Ritter, ausderen Händen dieselbe erst im Jahre 1430 durch Kauf an die drei ver-einigten Reiche kam. Der Krieg in Schweden, der zu diesen KämpfenAnlaß gegeben, endete mit Albrechts Rückkehr nach Mecklenburg. DieKönigin Margaretha betrieb nun den Plan einer Vereinigung der dreiReiche, und brachte es zuwege, daß in jedem derselben der Enkel einerihrer Schwestern, der Sohn des Pommernherzogs Wratisläw, als Königanerkannt wurde, und im Jahre 1397 Geistlichkeit und Adel der dreiReiche zu Calmar eine Union schlossen, nach welcher die Reiche unterBeibehaltung ihrer eigenthümlichen Verfassungen unter einem Hauptevereinigt bleiben sollten.
7. Die Vereinigung war eine lose, und wenn sie eine feste werdensollte, bedurfte es thatkräftiger Könige. Doch solche waren die nächstenNachfolger Margarethens nicht. Während sie, indem sie unvorsichtigDänemark als Hauptland behandelten, in Schweden der Unzufriedenheitimmer neue Nahrung gaben, hatte die Union an der Hansa, die durchdie Bildung eines mächtigen skandinavischen Gcsammtstaates ihren Vor-thcil bedroht sah, einen entschiedenen Gegner. Schon Erik, der fürDänemark Erik XIII., und für Schweden Erik VII. heißt, konnte, alser im Jahre 1412 nach Margaretha's Tode die Negierung übernommen,Reibungen zwischen Dänemark und Schweden nicht hindern. Schwedenriß sich endlich unter Karl Knutson von ihm los, und seine persönlicheVerächtlichkeit machte ihm auch die Dänen so abgeneigt, daß sie imJahre 1439 Christoph, den Sohn seiner mit einem Bruder des pfäl-zischen Kurfürsten Ludwig III. verheirateten Schwester, zum Königewählten. Er wurde zwar auch in Norwegen, und darauf selbst inSchweden, wo der Adel einen einheimischen Herrscher als ehemaligenGleichen nicht ertrug, anerkannt, und so die Union noch erhalten. Ihmfolgte nach seinem Tode im Jahre 1448 für Dänen und Norwegerdurch die Wahl der ersteren und die Zustimmung der letzteren der Graf
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