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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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546 Die pprenäische Halbinsel, Skandinavien und Rußland

des Landes und dem reicheren Theile des Bürgerstandes bildete. AlsMagnuS im Jahre 1290 gestorben war, führte der wegen der Minder-jährigkeit seines Sohnes Birger eingesetzte Reichsverweser neue Kriegemit Finnland, und vollendete dessen Eroberung durch Unterwerfung desfinnischen Stammes der Karelier, bei denen setzt das von Rußland ausihnen bekannt gewordene Christenthum festen Fuß zn fassen anfing. DieStädte Abo, Tawastehuus, Wiborg und Karlskrona, von denen diebeiden ersten schon früher angelegt waren, dienten zur Sicherung derschwedischen Herrschaft in Finnland. Als Birger selbst zu regierenbegann, wiederholte sich in der Familie das Schauspiel des Bruder-kriegs, da auch bei Magnus' Tode die jüngeren Brüder mit besonderenFürstenthümern ausgestattet worden waren. Aus einem langen Kriegeging, nachdem Birger seinen Bruder Erich hatte verhungern lassen,Erichs Sohn Magnus, genannt Smck oder der Liebkosende, durch dieWahl eines Reichstages bei Upsala im Jahre 1319, wo Geistlichkeit,Adel, Bürger und Bauern erschienen, als Herrscher hervor, indemBirger abgesetzt wurde. Durch ihn kam eine vorübergehende VereinigungSchwedens und Norwegens zu Stande. Da er Jngeborg, die TochterHako's VII. von Norwegen, mit dem der Mannsstamm des HaraldHarfagr endete, zur Mutter gehabt, wurde er nach dessen Tode imJahre 1319 auch in Norwegen als König anerkannt. Die Negierungführten während seiner Minderjährigkeit in Norwegen zwölf Neichs-räthe, in Schweden ein Neichsverweser. In der Folge wurde vonseinen Söhnen Erik in Schweden, Hako VIII. in Norwegen als Königanerkannt. Als Erik im Jahre 1359 gestorben war und die Negierungdes an seine Stelle.getretenen Vaters den Schweden mißfiel, wardHako VIII. von ihnen zum Könige ansgerufen, und er verdrängte seinenVater. Doch die Vermählung Hako's mit der dänischen Margarethabewog die von Nationalhaß gegen die Dänen erfüllten Schweden, ihnvon ihrem Throne wieder zu verstoßen, und den Sohn von Magnus'Schwester und dem Herzoge Albrecht von Mecklenburg, Albrecht, auf den-selben zu berufen. Es brach ein Krieg der Dänen gegen die Schweden aus,da Waldemar für Hako's Herrschaft in Schweden kämpfte. WaldemarsBemühen führte nicht zum Ziel, da Albrechts Vater und die Städteder Hansa die Schweden eifrig unterstützten. Nichtsdestoweniger kamdie Verbindung der drei Reiche, die schon vereitelt schien, zu Stande.König Albrecht gab sich in Mecklenburg roher Genußsucht und Ver-schwendung hin, mußte nach der Rückkehr in sein Reich den Ständenalte Freiheiten bestätigen und neue verleihen, und suchte, als er dadurchdie königliche Macht sehr gemindert hatte, sich durch Einziehung vonAdelsbesitzungen für die Krone zu helfen, und an deutschen Rittern, dieer mit solchen ausstattete, eine neue Stütze zu gewinnen. So kam es