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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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Das fränkische Reich bis auf Karl den Großen.

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Schaar von Gothen sich unabhängig erhalten. Ein gegen sie ausgc-sandtcö Heer richteten sie unter ihrem Führer Pelagius in den Bcrg-schluchtcn zu Grunde, daß kein Mann entkam. Mit dem Gebiete vonAsturien vereinigte sich nicht lange nachher Cantabricn bis an die Wohn-sitze der Basken. Auch hier hatte sich ein gothischer Befehlshaber zubehaupten gewußt. Sein Sohn Alphonsus, mit Pelagius' Tochter ver-mählt, übernahm, nachdem Pelagius und sein Sohn Favila gestorbenwaren, auch in Asturien auf Begehren der dortigen Gothen die Herrschaft.So weit die Beschaffenheit der Gegend die Vertheidigung gegen dieMoslcmcn gestattete, zunächst über Galläcien, verbreitete sich diese jungeMacht, das asturische Königreich, und in beständiger Nothwendigkeit, sichgegen einen mächtigen Feind zu vertheidigen, stählten sich seine Bewoh-ner zu einer Kraft, durch welche sie in der Folge mit Nachdruck an derWiedcreroberung des dem Christenthnm auf der Halbinsel verloren ge-gangenen Bodens arbeiteten.

Das fränkische Reich bis auf Karl den Großen.

1. Die germanischen Reiche in dem Süden des weströmischengleiches entstanden und vergingen, ohne eine Rückwirkung auf Stellungund Bildung der in Germanien verbliebenen deutschen Völker auszu-üben. Die Erweiterung des geschichtlichen Schauplatzes über Germa-nien erfolgte durch das nördlichste der Völker, die sich in römischen Pro-vinzen des Festlandes niedergelassen hatten, durch die Franken. DasHauptergebnis' der Ausbildung ihres Reiches ist die Verbreitung desChristcnthums, dem sie in Gallien dienstbar geworden sind, über dieLänder, aus welchen sie gleich so vielen Stammverwandten sich überdas römische Reich ergossen haben. Wie sie den stärksten Strom derZerstörung über die römischen Grenzen geleitet und innerhalb derselbendas Gebiet des Christenthums geschmälert hatten, so überschritt jetzt mitihren Waffen das Christcnthum die ehemaligen römischen Grenzen, umsein Gebiet über dieselben hinaus zu erweitern. Das Christenthum aber,das sie selber in Gallien empfingen und das unter ihrem Schutz nachGermanien hinübergetragen wurde, war nicht der bei den übrigen deut-schen Völkern herrschend gewordene Arianismus. Sie sind von den indas römische Reich eingewanderten deutschen Völkern das einzige, dasdie katholische Lehre sogleich angenommen hat und ihr treu geblieben ist.Hierdurch traten sie in eine schon gegründete Ordnung ein und nähertensich der Masse der Bevölkerung, während die arianischen Germanen inbestehende Verhältnisse störend eingriffen und mit den Völkern, unter

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