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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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Die Reiche der Moslcmcn und das christliche Spanien re. 2Z5

dieser Familien entschied sehr häufig das Schwert. Die Kirche konntefortdauernder Rohheit gegenüber um so weniger ihre ganze Kraft ent-wickeln, als es lange Zeit an Geistlichen noch fehlte. In Schwedenkam es sogar, obgleich Erik Segersäll der letzte heidnische König gewe-sen, noch zu häufigen gewaltsamen Gegenbestrebungen des nicht ganzerloschenen Heidenthums. Dagegen eilte an Bildung den drei nordischenNeichen das zu einem Freistaat eingerichtete Island voraus, wo unterder Herrschaft des Christenthums eine auf dem Grunde nordischer Helden-sagen erwachsene Dichtung blühte. Von dort aus wurde auch eine südlichvon Grönland gelegene Küste Amerika's, die man das Winland nannte,entdeckt, aber die Kunde davon verscholl in dem nächsten Jahrhundert,und die Versuche, das Christenthum zu den Eingeborenen zu bringen,hatten keinen, wenigstens keinen bleibenden Erfolg.

X.

Die Reiche der Moslemen und das christliche Spanien bisznm Ende des elften Jahrhunderts.

1. Während die Völker des Abendlandes auf dem Wege waren,sich als Christenheit in eine große Familie zusammenzuschließen, verfieldie moslemische Welt der Auflösung. Wohl zeigt sich eine Theilung inunabhängige Gebiete gleichzeitig in dem Karolingischen Reiche undin dem Kalifate, als Karl und Harun dahin waren. Doch währenddie Zeiten der Verwirrung im Westen den Uebergang bilden zur Ent-stehung verschiedener Staaten auf den besonderen Grundlagen der durchihre bisherige Geschichte getrennten Völker und der gemeinsamen Grund-lage der christlichen Kirche, fällt das Kalifat auseinander, weil diealten Nebel des morgenländischen Despotismus keine innere Verbindungvon Völkern zu einem Staate gestatten, weil die Völker machtlos vonden im Haß sich bekämpfenden Despoten hin- und hergerissen werden,und weil der Islam eine religiöse Vereinigung auf die Dauer nichtgewährt. Daher erheben sich im Osten nicht, wie im Westen, aus derZertrümmerung neue Gebilde, sondern in beständigem Wechsel wird eineHerrscherfamilie von der andern verdrängt, ohne zum Ban eines dauer-haften staatlichen Gebäudes den Grund gelegt zu haben. Wie einförmigaber die Begebenheiten in der moslemischen Welt auch sind, haben dochdie Gesammtergebnisse eine Bedeutung für die christliche Welt, welcherdie Ausgabe vorliegt, das durch den Islam Verlorene wiederzugewinnen.Im Osten wechseln die Feinde, die dem Christenthum gegenübertreten,und mit der fortschreitenden Auflösung des Kalifats steigert sich der