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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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nach dem Ende der Kreuzziigc.

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erzwungener für ungültig erklärt, und wenn auch der Kaiser Gentvergeblich belagerte, so war der von ihm znrückgelassene Feldherr, HerzogAlbrecht von Sachsen, der Inhaber von Meißen, desto glücklicher inBezwingung der Aufständischen. Ebenso wollte eine Erhebung derhoek'schen Partei, die seit ihrem Unterliegen in Utrecht keinen Mittel-punkt gehabt hatte, jetzt aber durch den abenteuernden Philipp vonCleve, Neffen des zweiten Clevischeu Herzogs Johann, den einst vonMaria verschmähten Nebenbuhler Maximilians, zu neuer Rührigkeitangeregt wurde, nicht zu dauernden Erfolgen führen. Auch mißlangenfranzösische Anschläge auf flandrische Seestädte durch die Wachsamkeitder auf Frankreich eifersüchtigen Engländer. So kam im Jahre 1489ein Friede Maximilians mit Frankreich und mit den Niederlanden zuStande, und er sah sich nach zwölf Jahren mühevoller Kämpfe im Besitzeder burgundischen Erbschaft. Noch einmal drohte nun ein Kampf mitFrankreich, da König Karl VIII. sich im Jahre 1491 mit der Erbindes letzten Herzogs von Bretagne, die im Jahre vorher sich mit Maximi-lian verlobt hatte, vermählte, um das letzte der großen französischenVasallenländer mit der Krone zu vereinigen. Dadurch sah sich Maximiliandoppelt beleidigt, weil hiermit seine Tochter Margaretha, die bisherigeBraut des französischen Königs, verstoßen war. Doch die Aussicht aufHülfe des Reiches zerrann, und die Anstalten Englands zu einem Kriegegegen Frankreich waren wenig nachdrücklich, so daß Maximilian einenFrieden mit Frankreich schloß, welcher ihm die einst zum Heirathsgutseiner Tochter bestimmten Länder sicherte und von der großen burgun-dischen Erbschaft das nach Karls Tod durch Ludwig XI. besetzte eigent-liche Herzogthum Burgund stillschweigend in dessen Händen ließ. Alser darauf im Jahre 1493 durch den Tod seines Vaters an die Spitzedes deutschen Reiches trat und eine bei den damaligen Verhältnissenschwierige und umfangreiche Aufgabe überkam, legte er im Jahre 1494zu Löwen die Regierung der burgundischen Lande zu Gunsten seinesSohnes Philipp nieder.

Frankreich und England in de» beiden nächsten Jahrhun-derten nach dem Ende der Kreuzzüge.

1. Während die Geschichte des sich auflösenden und zum großenTheile aufgelösten römisch-deutschen Reiches viele der Begebenheiten,in welchen die mit der Menschheit vorgehenden Veränderungen sich kundgeben, umfaßt und berührt, bilden die Länder Frankreich und England

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