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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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Z42 Die pvrenäische Halbinsel, Skandinavien und Rußland

der Castilier um Portugal hervorrief. Johann von Castilien ver-mählte sich mit Ferdinands Tochter Beatrix, und da mit Ferdinand dieLinie des bnrgundischen Königstammes erlosch, machte der Sohn desunächten Johann Anspruch auf den portugiesischen Thron gegen Johann,einen unehelichen Sohn Peters, dem die Portugiesen erst die Regent-schaft, und bei wachsender Besorgniß vor kastilischer Herrschaft die Kö-nigswürde übertrugen. Nach manchen glücklichen Erfolgen erlitten dieCastilier im Jahre 1385 eine Niederlage bei Aljnbarrota unweit Leiria,die dem Kriege ein Ende machte, und nach der sich Johann von Portugalnoch durch ein neues Bündniß mit seinem bisherigen Bundesgenossen,Herzog Johann von Lancaster, stärkte. So begann in Portugal dieLinie der unächten Burgunder, die sich um so leichter behauptete, alsin Castilien nach dem Tode des dortigen Königs eine Zeit innerer Ver-wirrung begann. Mit dieser neuen Königslinie eröffnet sich für dasLand eine Zeit des Ruhmes und der Größe. Johann trug seine Waffennach Afrika und entriß den Mauren Ceuta. Diese Unternehmungensetzten seine beiden Nachfolger, sein Sohn Eduard aus seiner Ehe mitder Tochter des Herzogs von Lancaster (14331438) und dessen SohnAlphons V. (14381481) fort. Unter Eduard mißlang der Versuch,Tanger wegzunehmen, und das von den Feinden eingeschlossene Heerder Portugiesen löste sich durch das Versprechen der Rückgabe vonCeuta. Da aber die Cortes des Reiches die Erfüllung dieser BedingungVerweigerten, blieb des Königs zweiter Bruder Ferdinand, der für dieErfüllung des Vertrages als Geisel gestellt worden war, sein Lebenlang in maurischer Gefangenschaft und starb daselbst den Tod eineschristlichen Dulders, von der Nachwelt als der standhafte Prinz gefeiert.Seinem Sohne Alphons V. gelang, nachdem innere durch seine Min-derjährigkeit veranlaßte Unruhen überstanden waren, im Jahre 1471die Eroberung von Tanger, die ihm den Beinamen des Afrikanersverschaffte. Dagegen war er unglücklich in dem Versuche, Castilienseinen Königen zu entreißen. Während der Zeit der Kriege in demnächstgelegenen Afrika war eine Reihe von Entdeckungsfahrten weit ander Westküste Afrika's hin unternommen worden. Eduards Bruder Hein-rich, deshalb der Seefahrer genannt, leitete diese Unternehmungen, zuwelchen er als Großmeister des an die Stelle der Templer getretenenChristusordens dessen Schätze in Anspruch nahm. Auf einem Landsitzean der südwestlichsten Ecke des Landes lebend, gab er sich dem Studiumder Erd- und Himmelskunde hin, sammelte Nachrichten von den Länderndes inneren Afrika's und entwarf Pläne zu Fahrten, welche das aufjenen Ländern liegende Dunkel lichten sollten. Wiederholte Unterneh-mungen, zu denen sich, durch sein Beispiel gereizt, immer mehr Teil-nehmer fanden, führten während Eduards und Alphons' Negierung zur