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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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540 Die pyrcnäische Halbinsel, Skandinavien nnd Rußland

eine Stütze in der öffentlichen Meinung. Dagegen hatte der römischeStuhl, dessen Genehmigung zur Errichtung dieser Inquisition eingeholtworden war, schon wegen der königlichen Ernennung der Richter Ursachezur Besorgnis' und sand oft in dem Verfahren selbst Anlaß zu ernst-licher Einsprache und zu Annahme von Berufungen gegen die ergangenenEntscheidungen. Anfangs bestand nur ein Gerichtshof der Inquisitionzu Sevilla. Seitdem aber im Jahre 1483 der Dominikaner Torque-mada unter dem Namen eines Großinquisitors an die Spitze der In-quisition getreten war, wurden noch drei andere Gerichtshöfe errichtet.Die Strafe für Unverbesserliche bestand nach der damaligen Härte despeinlichen Rechtes im Feuertode. Doch hatten die sogenannten Glau-bensgerichte oder Antos da Fe keineswegs allein die Hinrichtung dervon der Inquisition zum Tode Vcrurtheilten zum Gegenstände, sonderngaben oft das schönere Schauspiel der Freisprechung von solchen, diebei der Untersuchung für unschuldig befunden worden, oder der Rückkehrund Buße der Reuigen. Der Krieg, durch welchen der fast achthundert-jährige Kampf mit den Mauren sein Ende erreichte, begann im Jahre1481 unter der Leitung Gonzalez', des Siegers von Toro, und zogsich, da in den Gebirgen, die das Thal des Flusses Tenil umgeben, vielefeste Orte starken Widerstand leisteten, zehn Jahre hin, ehe die Haupt-stadt Granada belagert werden konnte. Im Jahre 1491 folgte Jsabellaihrem Gemahl in das Lager vor dieser Stadt und ließ dasselbe, umden Feldzug im Winter nicht unterbrechen zu müssen, in eine Stadtvon steinernen Häusern verwandeln, worauf im Anfänge des Jahres1492 die durch Hunger erzwungene Uebcrgabe erfolgte, und die Könige,wegen ihres Eifers für die Sache der Christenheit die katholischen genannt,in das Schloß Alhambra einzogcn. Das Reich wurde dem kastilischenReiche einverleibt. So war die Herrschaft des Islam im SüdwestenEuropa's gebrochen zu der Zeit, da sie sich im Südosten drohend erhob.Den Mauren ward, soweit sie nicht nach Afrika auswandern wollten,die Beibehaltung ihrer Religion und Ernennung eigner Richter ausihrer Mitte gestattet, gegen diejenigen aber, welche sich in einzelnenfesten Plätzen des Gebirges noch hielten, der Krieg bis zu völligerUnterwerfung fortgesetzt. Der Beichtvater der Königin, der Francis-kaner Nmenes, leitete die Bemühungen zur Bekehrung der Unterwor-fenen, und begann so die für Spanien und die Christenheit heilsameThätigkeit, durch welche er in der Folge eine Zierde der Kirche undeine Stütze des Staates wurde. Da bei denjenigen Mauren, an welchendie Bckehrungsversuche scheiterten, immer neue Auflehnungen stattfanden,kam es zu strengeren Maßregeln gegen die in Granada und ander-wärts lebenden, indem man ihnen die Wahl zwischen Annahme desChristenthums und Auswanderung ließ. Doch wurde die Ausführung