nach dem Ende der Krcuzzüge.
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gewahrt, in Frankreich wäre bei ungehindertem Fortgang der EmpörungAuflösung aller Bande die Folge gewesen. Daß aber der Widerstanddes Adels Erfolg haben konnte, daß nicht, wie in Florenz, die größereMasse den Sieg davon trug, war wegen der größeren Ausdehnung desGebietes möglich, auf welchem der Adel die Aufständischen in Sammlungseiner Kräfte und Wahl seiner Maßregeln überflügeln konnte, was umso leichter geschah, als bei der Masse der in den großen Städten an-gehäuften rohen Bevölkerung die Bewegung ihres Zieles nicht gewißblieb. Doch auch unter denjenigen, die sich der Empörung erwehrthatten, brach Spaltung aus. Es gewann auf den König sein Bruder,der Herzog Ludwig von Orleans, Einfluß, und auf dessen Antrieb er-klärte er im Jahre 1388 seinen Regierungsantritt. Nun war eineBesserung im Zustande des Landes zu erwarten. Schlechte Beamte wur-den abgesetzt, die Stenern vermindert und im Jahre 1389 ein 25jährigerWaffenstillstand mit dem innerlich ebenfalls zerrütteten England ge-schlossen. Doch im Jahre 1392 wurde der König von einer Geistes-krankheit befallen, in der zwar Unterbrechungen eintraten, von der eraber nicht geheilt wurde. Es begann ein neues Spiel der Großen,welche unter dem Vorwände der stellvertretenden Regentschaft das Un-glück des Königs benutzen wollten, in den Genuß der Machtfülle zugelangen. Wohl konnte der König an den Verhandlungen mit demdeutschen Könige wegen des Schisma's noch Theil nehmen, doch gegen-über denen, die für ihn regieren wollten, blieb er so machtlos, daß ermit seinen Kindern oft vernachlässtgt wurde, während der Hof in Prachtund Schwelgerei lebte. Es waren der Herzog von Burgund und derHerzog von Orleans, welche um die Herrschaft stritten, da Ludwig vonAnjou im Jahre 1384 auf seinem Feldzuge nach Italien einer Krank-heit erlegen war und der Herzog von Berry, der schon gleich nachKarls Tode eine Anzahl südfranzösischer Landschaften zur Verwaltungerhalten hatte, durch geistige Unbedeutendheit zurücktrat. Der sittenloseOrleans, den seine Gemahlin, des ersten mailändischen Herzogs TochterValentine, aus Ehrgeiz stachelte, gewann eine Stütze an der KöniginElisabeth oder Isabelle, der Tochter des Herzogs Stephan von Baiern.Nichtsdestoweniger wechselte das Uebergewicht zwischen den beiden Neben-buhlern, und als im Jahre 1405 der Herzog von Burgund, dessenMacht sich nach seines Schwiegervaters Tode im Jahre 1384 durch diereiche flandrische Erbschaft gemehrt hatte, gestorben war, machte seinSohn, Johann der Unerschrockene, nicht minder dem Gegner jedenSchritt streitig. Die Feindschaft der beiden Fürsten führte zum Bürger-kriege, der durch eine von dem Herzoge von Berry vermittelte Ver-söhnung nur verschoben wurde. Dadurch, daß Orleans in dem Adel,Burgund in den Bürgern seine Stütze suchte, fand eine alte, leicht