nach dem Ende der Kreuzzügc.
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nachdem er sich lange Zeit bei den Bewegungen seiner Truppen ineiner Sänfte hatte tragen lassen müssen, im Jahre 1376 nach Englandzurück, wo er bald darauf starb und wo im Jahre 1377 sein Sohn,der noch unmündige Richard II., Nachfolger Eduards HI. wurde. Schonim Jahre 1375 hatte der alternde Eduard unter päpstlicher Vermittlungzu Brügge einen einjährigen Waffenstillstand geschlossen, der zweimalauf gleiche Frist verlängert wurde. Darauf verloren in dem wiederausgebrochenen Kriege die Engländer Alles bis auf Baponne, Bordeaux,Calais und das von Karl dem Bösen in ihre Hände gebrachte Cher-bourg. Hohe Ehre war der Lohn des Feldherrn, dem Frankreich solcheHerstellung verdankte. Der König erhob ihn zu der höchsten kriegerischenWürde, zu der eines Connetable. Selbst Feinde bewiesen ihm Ehrfurcht.Als er im Jahre 1380 einen im Quellgebiet des Allier gelegenen Platz,wo räuberisches Kriegsvolk sich festgesetzt, belagerte, erhielt er das Ver-sprechen der Uebergabe, wenn in bestimmter Frist kein Entsatz erschiene.Da er vor Ablauf der Frist starb, erschien der Befehlshaber der Be-lagerten zur Uebergabe des Ortes vor der Leiche des Helden. DerKönig aber ließ den Netter Frankreichs in der königlichen Gruft zuSt. Denps beisetzen, wo er selbst noch im nämlichen Jahre neben ihmseinen Platz fand. Der Nachfolger empfing nicht allein ein erweitertesReich, sondern auch ein gestärktes Königthum. Karl hatte durch diegrößte Sparsamkeit die Fälle, wo er die Geldhülfe der Stände bedurfte,vermindert und dadurch Gelegenheit gefunden, Rechte, die von denselbenerrungen worden waren, in Abgang kommen zu lassen. Nach Möglich-keit unterdrückte er auch die Selbstständigkeit der städtischen Gemeinden,indem er deren Angelegenheiten unter die Verwaltung seiner Beamtenstellte, ließ sogar die Abgeordneten der Städte nicht durch Wahl derBürger, sondern durch Ernennung Seitens seiner Beamten bestimmen.Daß ihm Solches gelang, war das Ergebniß seiner nicht rasch durch-greifenden, sondern langsam und sicher vorschreitenden Klugheit, sowieder Ermattung, welche in dem Bürgerstande selbst der übermäßigenAufregung und der gewaltsamen Ueberhebung gefolgt war. So mitsicherer Hand die Angelegenheiten seines Reiches lenkend, konnte erauch in dem Schisma der Kirche seine Stimme geltend machen, wobeider Vortheil, der für sein Reich aus der Fortdauer der bisherigenStellung des päpstlichen Stuhles zu hoffen schien, ihn auf die Seiteder Partei von Avignon führte.
10. Die Unmündigkeit des Königs Karl VI. (1380—1422) brachteneue Tage des Unglücks für Frankreich, die sich durch seine Geistes-schwäche verlängerten. Der Vater hatte dem ältesten seiner drei Brüderdie Vormundschaft bestimmt, doch ein Streit, den die beiden jüngeren mitdemselben deshalb erhoben, führte zu einem Vergleiche, durch welchen die
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