nach dem Ende der Kreuzzttge.
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war, daß es bei der päpstlichen Entscheidung sein Bewenden statte undder Abgesetzte nur eine Abfindungssumme erhielt. In dem HauseFriedrichs des Streitbaren war Zwist ausgebrochen wegen Thüringens,das Friedrichs Söhne, Friedrich II. der Sanftmütstige und Wilhelm, alsErbschaft ihres Vetters zu theilen hatten. Der Krieg, der vom Jahre1446 bis zum Jahre 1456 Thüringen und Meißen verwüstete, hatteein Nachspiel in einer selbst in jenen Zeiten auffallenden That. EinRitter, Kunz von Kaufungen, der an den Kurfürsten Friedrich II. eineGeldforderung zu haben meinte, ergriff, um denselben zur Zahlung zuzwingen, das Mittel, ihm seine beiden Söhne, Ernst und Albrecht, zurauben, und büßte durch den Tod das entdeckte Verbrechen, dessenZweck vereitelt war. Die geraubten Fürsten aber theilten in der Folgedie Länder ihres Hauses nach des Vaters und des Oheims Tode so,daß Ernst das Kurfürstenthum Sachsen mit Thüringen, Albrecht Meißenerhielt. Für die Schweiz erzeugten sich nicht mehr bloß aus dem Ver-hältnisse zu Oestreich immer neue Fehden, sondern Vergrößerungssucht,welche sich der kleinen Freistaaten bemächtigte, brachte sie auch unter-einander in Hader. Das Auösterben des Grafeuhauses der Toggenbur-ger, das von Zürich bis gegen Tirol hin Besitzungen hatte, war seit demJahre 1436 eine Quelle innerer Streitigkeiten. Zürich verfocht An-sprüche gegen andere Glieder des Bundes und, im Jahre 1440 durcheinen nachtheiligen Frieden gekränkt, suchte es Hülfe bei Friedrich, derin der Hoffnung, seinem Hause den Aargau wieder zu erwerben, mitdemselben im Jahre 1442 ein Bündniß schloß. Der Krieg, den Mark-graf Wilhelm von Baden als Statthalter der vorderöstreichischen Landefür Friedrich führte, hatte schlechten Fortgang, da Friedrich keine Hülfesenden konnte und aus dem Reiche, das diesen Krieg als einen bloß öft-reichischen betrachtete, keine Hülfe zu gewinnen war. Da wandte sichder öftreichische Heerführer mit der Bitte um eine Anzahl von Söldnernan den französischen König Karl VII. In Frankreich trieben sich dermüßigen Söldner, Armagnaken genannt, die in den Kriegen gegen Eng-land gedient hatten, so viele umher, daß man ihrer los zu werden be-gierig war. Daher schickte der König seinen ältesten Sohn Ludwig mit einemviel größeren Heere, als begehrt worden war, nach der Schweiz. Ihmging im Jahre 1444 ein kleines Heer der Schweizer nach der Gegendvon Basel entgegen, wurde aber, nachdem es über die Birs gegan-gen war, in einem heldenmüthigen Kampfe, der auch den Gegnerngroßen Verlust brachte, vernichtet. Nun zog sich Ludwig, dem der Zu-stand des deutschen Reiches leichte Eroberungen auf dessen Kosten ver-sprach, mit seinen zügellosen Söldnerschaaren nach dem Elsaß, demBreiögau und den lothringischen Bisthümern, wo sein Heer so hauste,daß ein Reichstag zu Nürnberg Krieg gegen ihn beschloß und den Kur-