nach dem Ende der Krcnzzügc.
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seinem Vater gehabt. Er war aber auch ein kluger und weiser Regent.Nach und nach beugte er die ungarischen Großen, deren Widerstrebenseine Thätigkeit hemmen wollte. Selbst unterrichtet, schützte und förderteer jede Art der Cultur. Zn bedauern war für Ungarn, daß er keinenihm gleichenden Nachfolger hatte, ja daß er selbst durch Verwicklungenmit Böhmen und Oestreich einen Weg verließ, ans dem er Größeres,als er in diesen Kriegen that, hätte vollbringen können. Auch inBöhmen war nach der Geburt des Königs Ladislaus das Bedürfnißnach einem Manne auf dem Throne hervorgehoben worden. ZweiFürsten, die man zur Negierung des Landes berufen wollte, HerzogAlbrecht III. der Fromme von Baiern aus der Münchener Linie undder deutsche König, erklärten, nicht annchmen zu wollen, was einemAndern gebühre. Es wurde daher eine Statthalterschaft eingesetzt. Inder Stellung ihrer Mitglieder zu einander bildete sich das Verhältnißder Utraquisten und Katholiken ab. Das Uebergewicht erhielt der utra-qniftische Georg Podiebrad. Nach Ladislaus' Tode wurde er zumKönige gewählt und unterwarf sich mit Gewalt die ihm widerstrebendenböhmischen Ncbenlande Mähren, Schlesien und Lausitz. Seine Haltungin dein immer noch nicht gedämpften religiösen Streite, verbunden mitden Maßregeln, welche die Päpste Pius II., der frühere Aeneas Splvius,(1458—1464) und Paul II. (1464—1471) gegen ihn trafen, brachteneinen neuen inneren Krieg hervor. Paul II. bot endlich die KroneBöhmens dem Könige Kasimir, dem Bruder und Nachfolger Wladis-laws, an, und da dieser sie ausschlug, dem Matthias Corvinus. Derungarische König verließ die Südgrenze seines Reiches, die sein wieseines Vaters Siegeöschanplatz war, und kämpfte gegen Podiebrad aufböhmischem Boden. Bei dem Zwiespalt im Lande fand er eine Partei,die ihn als König anerkannte. Doch Podiebrad versetzte ihm einenempfindlichen Schlag dadurch, daß er den Sohn Kasimirs, Wladislaw,zu seinem Nachfolger wählen ließ, der als Katholik den KatholikenBöhmens die Ursache zum Anschließen an den ungarischen König benahm.Da Podiebrad im Jahre 1471 starb, erbte Wladislaw den Krieg gegenCorvinus. In denselben wurde Friedrich hineingezogen, da er denWladislaw im Jahre 1477 in Wien mit Böhmen belehnte und auf einVersprechen, das Corvinus ihm in Betreff der Nachfolge in Ungarngegeben, nicht verzichten wollte. Die Fürsten hätten Grund gehabt, sichgegen die Türken zu verbinden, die ungehindert durch ungarische undöstreichische Lande streiften. Doch Matthias fiel im Jahre 1478 inOestreich ein und ein Friede kam nur dadurch zu Stande, daß Friedrichjetzt ihm die Belehnung mit Böhmen zusagte und für die RäumungOestreichs eine Geldsumme versprach. Darauf folgte im Jahre 1479ein Friede mit Böhmen, der zwar Wladislaw im Besitze dieses Landes