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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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486 Das römisch-deutsche Reich in den beiden nächsten Jahrhunderten

langen zum Kampfe gegen die Ungläubigen. Schon war Mohammedvor der großen servischen Stadt Belgrad erschienen, in die sich Hunpadigeworfen hatte. Da gesellte sich zu dem unermüdlichen Vorkämpfer desChristenthums der große Bußprediger mit einem regellosen und schlechtbewaffneten Heere, das er mit dem Geiste der Ordnung und mit That-krast erfüllte. Mohammed wurde im Jahre 1456 von Belgrad zurück-geschlagen, und auf einige Zeit war Ungarn für die Waffen der Os-manen gesperrt. Die beiden Sieger aber überlebten nur kurze Zeit denErfolg. Servien, Bosnien und die Walachei wurden von Mohammederobert, und es begannen für lange Zeit Streifereien der Türken nachSteiermark, Kärnthen, Kram und Friaul. Im Peloponnes verloren imJahre 1460 Constantins Brüder das vorher von ihm besessene Gebiet,in welchem sie noch Angesichts ihres Unterganges mit einander gehaderthatten. Der Fortgang des Kampfes führte Mohammed auch zur Er-oberung der meisten venetianischcn Besitzungen im Peloponnes und Negro-Ponte's. Nachdem im Jahre 1479 Venedig mit dem Gewaltigen Friedegemacht, führte es selbst ihn in einem Kriege gegen König Ferdinandvon Neapel zum Angriffe auf Italien, wo er im Jahre 1480 Otrantoeroberte und wo nur sein Tod die Behauptung dieser Eroberung undden weiteren Fortschritt der dem Christenthume feindlichen Waffen hin-derte. Inzwischen war auch die osmanische Herrschaft über KleinasienVollendet worden. Das komnenische Kaiserthum Trapezunt war im Jahre1461, und das einzige noch übrige der kleineren türkischen Reiche, dastaramanische, in der Mitte des Südens der Halbinsel, das schon oftdurch seine Erhebung den Lauf der osmanischen Siege gehemmt hatte,im Jahre 1473 erlegen.

47. Nicht lange nach dem Siege bei Belgrad starb auch der jungeKönig Ladislaus im Jahre 1457, der von den Oestreichern im Jahre1452 durch Aufruhr aus Friedrichs Händen befreit worden. Er hattevorher das ruhmvoll vertheidigte Belgrad besucht und auf Antrieb vonFeinden des Hauses Hunpadi den ältesten Sohn des Helden hinrichtenlassen, als er in Prag während der Anstalten zu seiner Vermählungvon einer Krankheit hingerafft wurde. Durch seinen Tod kam dasHerzogthum Oestreich an Friedrich und seinen Bruder Albrecht, die esso theilten, daß das Land oberhalb der Ens an Albrecht, das Land unter-Halb der Ens an Friedrich fiel. Albrechts Antheil ging nach dessenTode im Jahre 1463 gegen die Ansprüche von Sigismund, dem SohneHerzog Friedrichs IV., durch Erklärung der Landstände an KönigFriedrich über. Ungarn und Böhmen aber trennten sich im Jahre 1457von Oestreich und von einander. In Ungarn wurde Hunpadi's zweiterSohn Matthias Corvinus zum Könige gewählt. An ihm hatte Ungarneinen heldenmütigen Verteidiger gegen die Türken, wie es ihn an