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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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484 Das römisch-dcutschc Reich in den beiden nächsten Jahrhunderten

Fortsetzung des Krieges gegen die Osmanen hätte er vielleicht glücklichersein können, wenn er sich mit einem andern Feinde dieses Volkes ver-einigt hätte. Georg Castriota, aus einer Familie, die in Albanien, demalten Epirus, eine Herrschaft besaß, war bei Murads erstem Feldzugein dieses Land mitgenommen und seitdem im Islam erzogen worden.Durch kriegerische Tüchtigkeit cmporgestiegen, von den Osmanen mit demEhrennamen Jskanderbeg oder Fürst Alexander geschmückt, riß er sichvon ihnen los, um als Christ für die Unabhängigkeit seines Volkes zustreiten. Unterstützt von dem kriegerischen Sinne der Albanier und von derBeschaffenheit des Landes, blieb er bis zu seinem Tode im Jahre 1466für die Macht der Osmanen unüberwindlich. Hunpadi dagegen unter-lag im Jahre 1448 in einer dreitägigen Schlacht auf der Ebene vonKossowa, die schon eine Niederlage der Christen gesehen, den Waffender Ungläubigen. Seitdem war auch Constantinopels Schicksal ent-schieden. War Kaiser Johannes schon dem Sultan Murad tributpflichtiggeworden, so fand sein Bruder Constantin IX. oder XI., der bisherLakonien als eigenes Despotat beherrscht hatte, im Kampfe mit MuradsSohne und Nachfolger Mohammed II. seinen Untergang in vergeblicherVertheidigung. Mohammed II. (14511481) hatte für die fernereosmanische Eroberung Stärke des Willens und Geisteskraft neben Leiden-schaftlichkeit und Grausamkeit. Im Jahre 1452 begann er die Anstaltenzur Eroberung der Stadt, die er zum Mittelpunkte seines Reiches machenwollte. Conftantins Hülferufe an das Abendland verhallten, und alsauf seinen Antrag Papst Nikolaus einen Legaten zur Schlichtung deskirchlichen Streites sandte, zeigte die griechische Bevölkerung von Neuemunbesiegbaren Haß gegen die Kirche, von der sie sich getrennt hatte.Die Widerstandsmittel, über die Constantin zu verfügen hatte, warengering. Die Neichen brachten so wenig ihren Besitz als ihren Haß derRettung zum Opfer. Die einzige Hülfe waren genuesische Schiffe miteiniger Mannschaft, deren Führer Giustiniani die Seele der Verthei-digung wurde. Im Jahre 1453 fanden Belagerung und Eroberungstatt. Die größte Schwierigkeit beseitigte Mohammed dadurch, daß erin den mit Ketten gesperrten Hafen des goldnen Horns über das Lund anGalata vorüber seine Schiffe brachte, um auch von dieser Seite aus an-greifen zu können. Giustiniani's Plan, diese Schiffe zu verbrennen, miß-lang, weil die Genuesen, die in Galata wohnten, ihn verrathen hatten.Als Giustiniani durch eine Wunde unthätig gemacht worden, drangendie Türken, welche die Ermattung der Vertheidigung merkten, unterverdoppelter Anstrengung in die Stadt. Der letzte Kaiser fiel ehrenvoll.Dem Niedermetzeln der Einwohner that die Berechnung des Geldes, dasmit ihnen gewonnen werden könne, Einhalt. Die sich nicht auslösten,wurden als Sklaven verkauft und Familien aus Kleinasien an ihre