nach dein Ende der Krcuzzüge.
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Aeußern des Gottesdienstes herzustellen, noch lange Zeit eine Spannungerhielten, und aus den nicht der Kirche Wiedergewonnencn sich dieSekte der böhmischen und mährischen Brüder entwickelte.
42. Unter Sigismund zeigte Deutschland in dem Kampfe gegenBöhmen eine Schwäche, die in gar keinem Verhältnisse zu der Größeseiner Mittel stand. Obgleich es an dem Eifer fehlte, den Sorge fürErhaltung der Kirche und der deutschen Herrschaft in Böhmen hätteeinflößen sollen, war das, was die deutschen Heere leisteten, doch auchauffallend gering in Betracht ihrer überlegenen Zahl. Es erwies sichhier die Unbrauchbarkeit des aus der Lehensverfassung hervorgegangencnKriegswesens gegenüber den veränderten Verhältnissen. Der böhmischeVolksaufstand brachte Heere von Fußvolk in das Feld, gegen welche derNeiterdienst ebensowenig ausreichte, wie er sich gegen die Schweizer be-währt hatte« Der Adel hatte durch Anschließen an die fürstlichen Höfeund Uebertritt in die Städte den ausschließend kriegerischen Charakterfrüherer Zeit verloren. Das neben ihm dienende Fußvolk entbehrte,weil es jedesmal für den besonderen Zweck neu aufgeboten wurde, derGeübtheit und Ausdauer. Dazu kam die Veränderung, welche die Krieg-führung durch eine jetzt immer häufiger angewandte neue Waffenarterlitt. Das Schießpulver, dessen Wirkung seit der Mitte des vorigenJahrhunderts bekannt geworden war, hatte erst den Gebrauch der Ge-schütze, wie sie schon in Herzog Leopolds italienischem Kriege vorkamen,dann den Gebrauch des kleineren Feuergewehrs, das in den Hussiten-kriegen schon häufig angewendet wurde, nach sich gezogen. Es entstanddaher das Bedürfnis', Söldnerheere zu bilden, wie sie in Italien längstvorgekommen waren, in Deutschland aber nur als Ergänzungen derNeichsheere sich gezeigt hatten. Eben dahin wurden die Fürsten auchdurch die Beschränkung Seitens ihrer Landstände gewiesen, die es ihnenwünschenswerth machen mußte, eine Kriegsmacht ohne deren Hülfeschaffen zu können. Doch so sehr sich diese Veränderungen als noth-wendig ankündigten, verging bis zu deren allgemeiner Einführung nochgeraume Zeit, da sie eine eigens darauf berechnete Besteuerung erfor-derte. Die Uebergangözeit aber war für das Reich eine Zeit großerSchwäche, doppelt bedenklich bei der von Osten her sich heranwälzendenTürkengefahr. Die Schwäche des Reiches offenbarte sich auch in derArt, wie Sigismund noch vor Beendigung der Hussitenkriege in Italienauftrat, als er die den deutschen Königen zustehenden Kronen des lom-bardischen Reiches und des Kaiscrthums, die längst Glanz und Bedeu-tung verloren hatten, in Empfang nahm. Ohne Macht erschien er imJahre 1431, nachdem er sich mit Philipp Maria Visconti verständigt,in Mailand zur lombardischen Krönung, empfing erst im Jahre 1433nach langen Unterhandlungen, die er von Siena aus mit dem Papste